IBM hätschelt zur CeBIT den Mittelstand

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IBM macht 20 Prozent des weltweiten Umsatzes mit dem Mittelstand. Die CeBIT soll dem Hersteller neue Kunden bringen.

Unter ‘Mittelstand’ versteht IBM Unternehmen mit einem bis 1000 Mitarbeitern. Wird die Firma vom Inhaber geführt, kann die Mitarbeiterzahl auch 1000 übersteigen.

“Der Mittelstand ist für uns sehr wichtig”, sagt Sabine Wauschkuhn, Leiterin SMB Marketing bei IBM Deutschland. IBM mache weltweit einen Jahresumsatz von etwa 90 Milliarden Dollar. “Davon kommen 20 Prozent aus dem Geschäft mit dem Mittelstand”.

Und die Geschäftsaussichten sind gut. Der Marktforscher IDC glaubt, dass kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in diesem Jahr rund 8,3 Prozent mehr für die IT ausgeben werden als im vergangenem Jahr. Das Wachstum speise sich vor allem aus den Märkten in Asien und in Osteuropa, hieß es.

Von diesen Ausgaben will freilich auch IBM profitieren. Zur CeBIT (15. bis 21. März) richtet der Konzern den Bereich ‘Mid Market’ ein (Halle 1, Stand 11 bis 16). “Wir zeigen Lösungen für betriebswirtschaftliche Anwendungen, die Konsolidierung der Infrastruktur, die Firmensicherheit, die Unternehmenskommunikation und zur Unterstützung des Vertriebs”, sagt Wauschkuhn.

Die IBM-Partner Bechtle, Gräbert, Kumatronik und NCT stellen brachenspezifische Produkte vor, die auf der IBM-Lösung ‘Express Advantage’ beruhen. Zudem werden IT Services für den Mittelstand präsentiert. Ein Schwerpunkt liegt außerdem auf SOA (Service-orientierte Architekturen). “SOA ist ein Thema für alle”, sagt Wauschkuhn. Für den Mittelstand müsse der Nutzen von SOA jedoch “griffiger” dargestellt werden.

Bei der Auswahl der Partner sei man nicht nach der bloßen Größe der Unternehmen gegangen, sondern habe nach dem Nutzen für die Anwender entschieden. Viele große IBM-Partner seien sowieso mit einem eigenen Stand auf der CeBIT. Einige Partner hätten Unmut darüber geäußert, nicht bei IBM vertreten zu sein. Andere seien auf branchenspezifische Messen ausgewichen. Insgesamt sei die Rückmeldung der Partner jedoch positiv ausgefallen. 

Derweil bekräftigte IBM seine Wertschätzung der CeBIT. “Die Messe bringt uns enorme Umsatzschübe”, hieß es von Hans-Heinrich Schmidt, Director Events IBM Deutschland. Der Veranstalter sei mit der Kürzung der Messedauer ab 2008 den Wünschen der Aussteller gefolgt. Dann werde sich die CeBIT mehr als Lösungsanbieter präsentieren. “Die Messe ist auf dem richtigen Weg.”

Zur diesjährigen CeBIT tritt IBM unter dem Slogan ‘Ideas for Innovators’ an – und will auch gleich die Messebesucher zu ‘Innovatoren’ machen. Dem dient das Online-Portal ‘CeBIT next’. Das ist eine neue Plattform, auf der Besucher Ideen zu Themen wie ‘Zukunft der Messe’ und ‘Zukunft der Arbeit’ austauschen können. Das Online-Portal ist über spezielle Terminals in den Messehallen erreichbar. Die besten Ideen werden noch in diesem Jahr von der Deutschen Messe AG prämiert.