Gewerkschaften rangeln um Plätze im SAP-Aufsichtsrat

Management

Mehrere Gewerkschaften haben angekündigt, Vertreter in den SAP-Aufsichtsrat entsenden zu wollen.

Der SAP-Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern – acht wählen die Aktionäre auf der Hauptversammlung, acht die Arbeitnehmer. Zwei der acht Arbeitnehmerplätze sind für die Gewerkschaften reserviert, die im Unternehmen vertreten sind.

Hintergrund der Ankündigungen ist, dass die Wahlperiode des Aufsichtsrats im Mai mit der Hauptversammlung endet und die SAP-Belegschaft demnächst die Vertreter für den Aufsichtsrat wählt. Nach Angaben von Heribert Fieber, bei der IG Metall für die Betreuung der SAP-Betriebsräte zuständig, wollen die Gewerkschaften IG Metall und Verdi externe Gewerkschafter in den Aufsichtsrat entsenden. 

“IG Metall und Verdi haben gemeinsam eine einheitliche Liste aufgestellt”, sagte Fieber der Financial Times Deutschland. Damit bewerbe man sich um die beiden Gewerkschaftsplätze im Aufsichtsrat. Bei den externen Kandidaten handele es sich um IT-Experten: Peter Wedde, Lehrbeauftragter an der FH Frankfurt am Main, sowie Michael Schwemmle, Geschäftsführer von Input Consulting.

IG Metall und Verdi hatten bei früheren Aufsichtsratswahlen erfolglos versucht, bei SAP Fuß zu fassen. Die beiden Gewerkschaftsplätze werden derzeit von den SAP-Mitarbeitern Barbara Schennerlein und Gerhard Maier eingenommen, die für die Metallgewerkschaft CGM kandidiert hatten. Schennerlein und Maier wollen erneut antreten. Zudem will die Finanzdienstleistergewerkschaft DBV Bewerber um die Gewerkschaftsplätze ins Rennen schicken.