Ermittlungen im Siemens-Skandal führen nach Österreich

Management

Die Siemens-Schmiergeldaffäre könnte sich nun auch nach Österreich ausweiten.

Das österreichische Magazin ‘profil’ berichtet unter Berufung auf einen deutschen Zeugen, dass auch aus der österreichischen Niederlassung der Siemens-Sparte Telekommunikation, kurz Com, an Briefkastenfirmen so genannte Provisionszahlungen geflossen seien.

Daher habe die Staatsanwaltschaft nun ihre Ermittlungen auch auf die österreichische Niederlassung ausgedehnt. Das gehe aus ‘Einvernahmeprotokollen’ der Staatsanwaltschaft München I hervor. Demnach nenne der Zeuge den Namen des amtierenden Siemens-Finanzvorstandes Harald Wasserburger, der zur fraglichen Zeit dem Bereich Siemens Com vorstand.

Ein Sprecher von Siemens Österreich wies “den Vorwurf ungesetzlicher Handlungen schärfstens zurück” und kündigte auch an, rechtlich gegen solche Anschuldigungen vorzugehen. Siemens Österreich habe mit der Affäre, bei der insgesamt mehr als 200 Millionen Euro über Österreich, Schweiz und karibischen Staaten geflossen seien sollen, nichts zu tun.