HP will angeblich bei SAP einsteigen

Management

Hewlett-Packard (HP) prüft angeblich die Übernahme von SAP, meldet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Insider. Demnach wird SAP in HP-internen Dossiers als Kaufobjekt gehandelt.

HP mache noch immer einen Großteil des Geschäfts mit Hardware und wolle im Software-Bereich zulegen. Im vergangenen Geschäftsjahr habe die Software-Sparte nur einen Prozent zum HP-Umsatz beigetragen. Mit einer Übernahme von SAP würde HP jedoch zur Software-Marktgröße aufsteigen.

Möglicherweise wolle der US-Finanzinvestor Silver Lake auch deshalb jetzt bei SAP einsteigen, um HP zuvorzukommen und seine Anteile später weiterzuverkaufen. Silver Lake habe im Oktober 2006 den einstigen Compaq-Chef und ehemaligen HP-Manager Michael Capellas als Berater angeheuert. Capellas kenne HP bestens.

Nach dem Bericht kommen Silver-Lake-Manager Mitte März nach Heidelberg, um Gespräche zu führen. Ziel sei es, mindestens einem der SAP-Gründer Dietmar Hopp, Hasso Plattner und Klaus Tschira Anteile abzukaufen. Hopp und Tschira dementieren zwar Verkaufsabsichten, dennoch sollen die Gründer in mancher Hinsicht mit SAP unzufrieden sein. Mindestens ein Gründer hoffe, dass ein Finanzinvestor in Walldorf für mehr Effizienz sorge, hieß es.

Silver Lake gilt in der Private-Equity-Branche als Spezialist für IT-Unternehmen. Hintergrund ist, dass Silver Lake und Texas Pacific Anfang 2000 den Festplattenhersteller Seagate für 2 Milliarden Dollar übernahmen. Seagate wurde umstrukturiert und zwei Jahr später an die Börse gebracht. Die Aktion soll den Private-Equity-Firmen mindestens 4 Milliarden Dollar eingebracht haben.