Rootkits können auch Hardware-ID umgehen

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Auf der Black Hat Conference vergangene Woche hat eine Hackerin und Sicherheitsforscherin eine neue Form von Rootkits ausgemacht, die besonders gefährlich sind.

Wie Joanna Rutkowska einem Fachpublikum vorführte, gebe es neuerdings auch Rootkits, die sich im Random Access Memory (RAM) verstecken können. Das macht sie demnach unauffindbar, selbst für moderne hardwarebasierte Spürhunde, die besonders gründlich vorgehen.

Damit könne die Aufspürmethode, die heute als am zuverlässigsten gelte, ausgehebelt werden. Rutkoswka, die ihr Geld als Sicherheitsexpertin bei Coseinc Advanced Malware Labs verdient, hatte einen Hack vorgeführt, der beim anwesenden Publikum für Aufmerksamkeit sorgte, hieß es in der US-Presse. Sie zeigte demnach sogar drei Arten von solchen Rootkits: Eines, das die Maschine zum Absturz bringt, sobald ein Blick auf das RAM gefordert wird, eines, das nur IT-Mülldaten anzeigt und eines, das extra angefertigte falsche Informationen repliziert und zeigt.

Demnach folgerte sie, dass gegen bestimmte hochmoderne Rootkits kein Kraut gewachsen sei. Rutkoswka zeigte sich enttäuscht, dass es im 21. Jahrhundert keine wirksame Methode gebe, den Speicher eines Computer sicher zu lesen und somit Veränderungen wie Rootkits aufzuspüren, die wiederum Attacken vor dem Nutzer verheimlichen können. Sie forderte einen forensischen Ansatz als Regefall.