BSA greift sich Softwarepiraten

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Mit Angeboten, den Verkauf illegaler Software doch bitte zu lassen, kommt die Business Software Alliance (BSA) nicht weiter und hat deshalb wieder zum juristischen Knüppel gegriffen.

Die jüngsten Vorwürfe richten sich gegen fünf angebliche Softwarepiraten, die in den USA und Europa sitzen und nicht legale Software online verkauft haben sollen. Sie müssen, wenn ihnen die Vorwürfe nachgewiesen werden, mit empfindlichen Strafen rechnen.

Eines der Zentren der illegalen Geschäfte sei in den USA, im Bundesstaat Pennsylvania, eines in Großbritannien, eines in Österreich und sogar zwei Softwarepiraten sollen in Deutschland sein. Wie die US-Presse weiter berichtet, sollen hierzulande gegen drei verdächtige Websites, über die der Verkauf gelaufen sein soll, einstweilige Verfügungen angestrengt worden sein. In zwei Fällen sind diese bereits aktiv, die BSA-Kontrolleure hatten sich auch das Recht erstritten, die Räume der Site-Betreiber durchsuchen zu dürfen. Die Sites sollen vor allem Kopien von Adobe-Software angeboten haben.

Gegen die dritte in Deutschland operierende Site, beziehungsweise letztlich ihre in Österreich sitzenden Betreiber, hatte die BSA demnach ebenfalls Anzeige erstattet. In Großbritannien wurde laut der BSA vor allem Autodesk-Software illegalen Ursprungs verschoben, hieß es weiter. In den USA richteten sich die Aktionen der BSA gegen einen Betreiber, der auf etwa 20 Sites unterschiedliche Pakete von Adobe, McAfee, Microsoft und Symantec angeboten haben soll. Die Anzeigen der BSA seien zivilrechtlich eingereicht worden, nicht strafrechtlich. Dennoch ließen die Ergebnisse demnach nicht lange auf sich warten. Alle Sites sollen inzwischen freiwillig vom Netz genommen worden sein, hieß es.