Virtualisierung drückt auf Server-Verkäufe

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Virtualisierung ist derzeit ein heißes Thema. Auch für Server-Hersteller, denn diese Technologie könnte die Verkaufszahlen mittelfristig etwas abkühlen. IDC schätzt den Rückgang auf etwa 10 Prozent.

Da immer mehr Anwendungen in virtuellen Umgebungen auf Servern konsolidiert werden, glauben die Marktforscher von IDC, dass die verkauften Stückzahlen bei x86-Servern um rund 10 Prozent zurückgehen werden. Damit würden schätzungsweise 4,5 Millionen Geräte weniger verkauft.

Gleichzeitig korrigierte das Marktforschungsunternehmen die Ausgabenprognose um 2,4 Milliarden Dollar nach unten. “Insgesamt stehen dem bis 2010 vorausgesagten Verkaufszuwachs von 61 Prozent nun nur noch 39 Prozent Wachstum im selben Zeitraum gegenüber”, teilte IDC mit.

Grund für den zu erwartenden Rückgang sei, dass Kunden weniger, aber dafür leistungsfähigere Systeme kauften. Durch die Virtualisierungs-Technik sei der gleichzeitige Betrieb mehrerer Betriebssysteme möglich und Mehrkernprozessoren verstärkten den Trend zur Konsolidierung noch weiter und einzelne Server dadurch mehr Arbeit leisteten. Im Markt für x86-Systeme werden vor allem große Stückzahlen mit vergleichsweise niedrigen Margen verkauft.

Für den PC-Markt hingegen rechnen die Marktbeobachter von Gartner zumindest für 2007 mit einem Wachstum von etwa 10 Prozent. Insgesamt prognostiziert Gartner 255,7 Millionen verkaufte Geräte. Der Umsatz werde auf 213,7 Milliarden US-Dollar um rund 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Vor allem Mobilbereich und Wachstumsmärkte, so Gartner, werden das Wachstum antreiben. Unbedingt leichter werde es dadurch für die Hersteller nicht.

“Wir erwarten, dass das Umfeld kurzfristig sich gegenüber dem Status quo wenig verändern wird”, sagt George Shiffler, Research Director bei Gartner. “Fallende durchschnittliche Verkaufspreise, verlängerte Erneuerungszyklen und Rückgänge von PC-Verkäufen in entwickelten Märkten, wird die Hersteller weiterhin unter Druck setzen, ihre Operationen zu rationalisieren oder den Markt zu verlassen.”

Microsofts neues Betriebssystem Vista sieht Gartner jedenfalls nicht als maßgeblichen Motor für Wachstum bei PC-Verkäufen, erklärt Mikako Kitagawa, Principal Analyst bei Gartner: “Obwohl Vista einige interessante Funktionen enthält, haben diese Features einfach nicht genug ‘Must-Have’-Appeal für den durchschnittlichen Heimanwender oder das mittelständische Gewerbe, um ein signifikantes Wachstum zu beeinflussen.”