Bugs in Vista sind weniger gefährlich als in XP

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Das Sprachrohr der Microsoft Security Engineering Group, Michael Howard, hat gefordert, Exploits, die Microsoft-Systeme betreffen, bei Vista nicht allzu kritisch zu sehen. Die Sicherheitsfeatures dort seien eben doch besser als die in Windows XP.

Sollten Viren oder Würmer angreifen und nach Lücken suchen, müsste das Microsoft Security Response Center (MSRC) die Bedrohung für ältere Versionen höher hängen als für Vista. 

Howard begründete die Forderung, dass beispielsweise als ‘kritisch’ eingestufte Probleme für XP bei Vista weniger gefährlich seien mit den zusätzlichen Vista-Sicherheitsmechanismen, die die Einordnung von Angriffen oder Lücken veränderten und diese genauer in ihrer Gefährlichkeit herabstuften. “Die Jungs vom MSRC sind manchmal zu konservativ in ihrer Einschätzung”, sagte Howard in seinem Blog.

‘Die Jungs’ sehen das aber ganz anders. “Windows Vista wird nicht anders behandelt als jedes andere Microsoft-Produkt”, wird ein Sprecher in der US-Presse zitiert. “Die Ratings basieren auf den Eigenschaften der Schwachstelle und werden nicht nach den Sicherheitskritierien in den Systemen bewertet.” Ein Exploit-Code bleibe ein Exploit-Code, brachte sich ein anderer Experte in die Diskussion mit ein und gab so die Meinung vieler wider.

Howard aber bleibt bei seiner Ansicht der differenzierten Betrachtungsweise. Immerhin werde es bei Vista wesentlich weniger Schwachstellen geben als noch bei XP. In den kommenden zwei Jahren rechnet der Microsoft-Mann mit etwa 50 Prozent weniger Problemen als es im vergleichbaren Zeitraum – zwei Jahre nach der Einführung – mit dem Vista-Vorgänger der Fall gewesen sei.