Messstation für Funkmastenstrahlung ist online

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Die Bundesnetzagentur hat in Bonn ein neues automatisches Messsystem für Elektromagnetische Felder (EMF) vorgestellt.

Es dient zur Messung der Immissionen von Funkanlagen im Frequenzbereich 9 kHz bis 3 GHz. Hier werden stündlich Daten aufgezeichnet und anschließend an einen Server der Bundesnetzagentur übertragen, ausgewertet und dann auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

Jedermann soll in Nahezu-Echtzeit online nachvollziehen können, wie hoch die Grenzwertausschöpfung von Funkanlagen im relevanten Frequenzbereich im Verlauf eines Tages, einer Woche oder eines Monats an bestimmten Orten ist. Die Bundesnetzagentur teilte mit, dass bisher die “möglichen Risiken und Gefahren, die von Funktechnologien und elektromagnetischen Strahlungen ausgehen” sehr kontrovers diskutiert würden. Sie wolle mit der Einrichtung etwas Ruhe und Transparenz in die Debatte bringen.

Mit der neuen Messsystemtechnik erfahre die Aufklärungsarbeit der Bundesnetzagentur eine Verbesserung, sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, bei der Vorstellung des neuen Monitors. “Es gibt immer wieder Befürchtungen von besorgten Bürgern, dass sich nach einer von uns zu einem bestimmten Zeitpunkt durchgeführten EMF-Messung die Feldstärken drastisch ändern, beziehungsweise, dass die Sendeleistungen von Funkanlagen, insbesondere von Mobilfunkbasisstationen, zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten in unzulässiger Weise erhöht werden. Mit dem jetzt eingeführten automatischen Messsystem ist es möglich, die örtlichen Immissionen von Funkanlagen über einen beliebig langen Zeitraum zu messen und transparent darzustellen.”

Zurzeit sind sieben automatische Messstationen in Betrieb und zwar in Berlin, Bonn, Hamburg, Karlsruhe, Mainz und Moers. Weitere Stationen seien geplant, teilte die Agentur mit. Die Aufstellung der Messsysteme werde in enger Zusammenarbeit mit den Landesumweltministerien erfolgen, die der Bundesnetzagentur Standorte nennen könnten. Die jeweilige Aufstellungsdauer werde von Fall zu Fall in Abhängigkeit von den örtlichen Gegebenheiten festgelegt. Auch die Bundesländer selbst haben demnach die Möglichkeit, zusätzliche Messstationen auf Basis der vorgestellten Entwicklung zu betreiben. Die Daten würden dadurch zentralisiert, transparent und vergleichbar.