Nokia Siemens Networks entlässt Tausende

Management

Nokia Siemens Networks (NSN) streicht in Deutschland Tausende Arbeitsplätze.

Nokia Siemens Networks ist ein Joint Venture von Nokia und Siemens. Das Unternehmen nahm den Betrieb zum 1. April auf und wird von Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo geführt. Auch der Hauptsitz ist in Finnland.

Wie die Firma jetzt mitteilte, werden bis zum Jahr 2010 weltweit etwa 9000 Stellen gestrichen. Von dem Abbau dürften besonders die Arbeitsbereiche betroffen sein, in denen es Überschneidungen gibt.

In Finnland verhandelt NSN in einer ersten Phase über 700 Arbeitsplätze. Bis Ende 2010 erwartet das Unternehmen hier einen Abbau von 1500 bis 1700 Jobs, ausgehend von anfänglich 10.000 finnischen Arbeitsplätzen.

In Deutschland berät NSN mit den Arbeitnehmervertretern über die Streichung von 2800 bis 2900 Arbeitsplätzen bis Ende 2010. Derzeit hat die Firma rund 13.000 deutsche Beschäftigte. NSN prüft zudem in beiden Ländern, weitere Stellen an Partner auszulagern.
 
Hintergrund ist auch, dass NSN starker Konkurrenz ausgesetzt ist. So haben sich der französische TK-Ausrüster Alcatel und die US-Firma Lucent 2006 zu Alcatel-Lucent zusammengeschlossen. Auch bei Alcatel-Lucent ist jetzt von einem Abbau Tausender Stellen die Rede.

Während auch Nortel Networks Massenentlassungen angekündigt hat, schicken sich asiatische Anbieter wie Huawei an, den europäischen Markt zu erobern.