Thin Clients sind dick im Geschäft

Management

Konsolidierung, Energiekosten, Sicherheit und Administrationsaufwand sind Probleme, mit denen Organisationen heute zu kämpfen haben. Mit einer Thin-Client-Architektur lassen sich diese Themen zumindest teilweise erschlagen.

Auch Anwender sehen das offenbar ähnlich, was sich letztlich in einem starken Wachstum niederschlägt. Das Marktforschungsinstitut IDC hat die Entwicklung des Thin-Client-Marktes 2006 in der Studie ‘European Thin Client Market 2006’ unter die Lupe genommen.

So wies das letzte Quartal 2006 ein Wachstum von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf. In der Jahresmitte jedoch waren die Verkäufe eher schwach. In Großbritannien und Deutschland – den beiden wichtigsten europäischen Märkten für Thin Clients – wurden 2006 insgesamt 1,2 Millionen Thin Clients verkauft.

In einer längerfristigen Perspektive stellen Thin Clients derzeit den mit am schnellsten wachsenden Hardware-Markt. So meldeten die Marktbeobachter von Gartner für das Jahr 2005 bei verkauften Thin Clients ein Wachstum von sagenhaften 38 Prozent. Diese Zahl hatte sogar die kühl rechnenden Analysten überrascht. Das erste Quartal 2006 brachte laut Gartner sogar ein Wachstum von 45 Prozent.

Das sind beeindruckende Zahlen. Jedoch werden Hersteller wie der Marktführer Wyse, Hewlett Packard oder Neoware nicht in alle Ewigkeit von einem derart starken Wachstum profitieren können. Den sprunghaften Anstieg erklärt Anthony Kros, Associated Analyst bei Gartner, mit fallenden Preisen bei Hardware und Infrastruktur-Software, aber auch mit der Tatsache, dass viele Anwender während dieser starken Wachstumsperiode ältere ASCII-Terminals ausmusterten.

“Dedizierte Thin Client Hardware ist nach wie vor ein Nischenprodukt, jedoch die Investments in diesem Bereich sowohl von kleinen als auch von größeren Herstellern, kombiniert mit der Notwendigkeit für die IT-Verantwortlichen, Sicherheit und Verwaltbarkeit auf den Clients sicherzustellen, treiben nach wie vor diesen Markt an”, kommentiert Chris Ingle, Berater und Research Director der EMEA Systems Group von IDC. So würden die Verantwortlichen mit immer neuen Anforderungen an ihre Client-Infrastruktur konfrontiert.

Derzeit führt der US-Hersteller Wyse den Markt für Thin Clients in Europa mit 27 Prozent Marktanteil an. HP folgt an zweiter Stelle mit 25 Prozent. Neoware liegt zwar nach wie vor auf dem dritten Platz, musste jedoch im Vergleich zum erfolgreichen Jahr 2005 wieder Marktanteile abgeben.

Jedoch nicht nur die Großen können von dem Wachstum profitieren. Auch kleinere Hersteller konnten zulegen und werden auch in den kommenden Monaten und Jahren wachsen, prognostiziert IDC. Vor allem Flexibilität und anpassungsfähige Produkte zahlten sich für die kleineren aus.

Zudem entwickelten laut IDC die Hersteller ihre System-Verwaltungen kontinuierlich weiter. Vor allem in den Bereichen Sicherheit und Administration erwartet IDC in den nächsten Jahren signifikante Fortschritte.

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