Deutsche Firmen zögern bei SaaS

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Das Geschäftmodell Software as a Service (SaaS) gilt als Dienstleistung mit Zukunft. In Deutschland trauen dem Konzept aber noch nicht allzu viele Unternehmen über den Weg.

Einer Umfrage von NTR Global, einem Anbieter für Remote-Control-Lösungen, zufolge setzen bislang nur rund 10 Prozent der deutschen Nutzer auf das Mietmodell. Drei Viertel der für die Studie Befragten kaufen traditionsgemäß Lizenzen für die Software-Nutzung.

Ob SaaS oder nicht hängt auch davon ab, wie sich die Anschaffungs- und Wartungskosten sowie die Integrierbarkeit in die existierende IT-Infrastruktur darstellen, erklärten rund 200 Umfrageteilnehmer aus allen Bereichen auf der diesjährigen CeBIT. Fast zwei Drittel entscheiden danach, ob sich die Lösung kundenspezifisch anpassen lässt. Interesse an dem Konzept besteht aber in jedem Fall. Die Mehrheit der Befragten glaubt, dass sie sich früher oder später mit SaaS beschäftigen werden. 78 Prozent gaben an, der Service-Ansatz werde zum dominierenden Modell innerhalb der kommenden fünf Jahre avancieren.

Im vergangenen Jahr prognostizierten die Marktforscher von IDC dem Mietmodell eine lukrative Zukunft. Vor allem kleinere Unternehmen könnten davon profitieren, weil sie auf diese Weise kompaktere, für den Mittelstand angepasste Lösungen beziehen könnten statt große Suiten erwerben zu müssen.