Virtuelle Bedrohungen werden immer perfider

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Die Komplexität von Angriffen steigt in fast allen Bereichen dramatisch, wie Sicherheitsexperten beobachten.

Das erste Beispiel für diesen Trend sind bösartige JavaScripts. Diese können jetzt die Webbrowser von Opfern identifizieren und diese dann mit speziell auf die Opfer zugeschnittenen Angriffen bombardieren, so ein Mitarbeiter von Arbor Networks. Die Rede ist dabei von dem Malware-Tool NeoSploit. Es hält für jeden PC sieben verschiedene Angriffsszenarien bereit und wählt diese anhand der Schwachpunkte des Systems aus.

Auch Botnets bleiben nicht auf dem bisherigen Stand. Inzwischen haben Hacker Heerscharen gekaperter PCs zur Verfügung. Diese schalten sich in einem Peer-to-Peer-Netzwerk zusammen. Mit neuen Architekturen und immer neuen Verschlüsselungstechnologien können Hacker ihre Zombie-Netze immer besser tarnen. Auch die Zerstörung solcher dezentraler Netze wird immer schwieriger. In herkömmlichen Architekturen verwaltete ein einziger PC seine ‘Armee’ infizierter PCs, und der war relativ einfach zu identifizieren und auch zu deaktivieren.

Als drittes Beispiel kann die Warnung von McAfee dienen. Demnach stieg die Zahl der in Rootkits verwendeten Komponenten in den zurückliegenden Jahren von 27 auf 2400. Rootkits sind eine spezielle Form von Malware, die über bestimmte Techniken ihre Aktivitäten im Betriebssystem und vor Virenscannern verbergen. Über die neu entdeckten Komponenten, die für ein Rootkit verwendet werden können, haben auch Hacker mehr Möglichkeiten, ihre Schadsoftware zu gestalten.