Osnabrück ist Deutscher Meister – im Roboterfußball

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Das Roboterfußballteam der Universität Osnabrück errang bei den ‘German Open’ in Hannover einen Doppelerfolg.

Die ‘Brainstormers Tribots’ verteidigten ihren Meistertitel in der Middle-Size-Liga, in der Roboter bis zu einer Größe von 50 Zentimetern dem Ball hinterher jagen. Am 21. April schlugen sie die Mannschaft ‘CoPS Stuttgart’ im Finale mit 3:2.

“Das Endspiel war bis zum Schluss hoch spannend”, sagte Teamchef Martin Riedmiller, Professor für Informatik. “Wir kämpften auf äußerst hohem Niveau. Wir mussten jede Chance nutzen. Zum Schluss hatten wir ein Quentchen mehr Glück.” Damit stehe einer Teilnahme an der WM in Atlanta nichts mehr im Wege. Die Brainstormers sind die amtierenden Weltmeister dieser Liga. Auch in der 2D-Simulationsliga (Klasse der virtuellen Roboter) ging der Meistertitel nach Osnabrück. Finalgegner war hier die Mannschaft aus Portugal.

Ausschlaggebend für den Erfolg sei die Entwicklungsarbeit an den Robotern und der Software, sagte Riedmiller. “Alle Roboter erhielten über den Winter zusätzlich eine zweite Kamera zum Stereo- und Tiefensehen. Erst dadurch können wir die Entfernung und Geschwindigkeit von hohen Bällen, die von immer mehr Teams gespielt werden, richtig einschätzen.”

Die besondere Herausforderung bei der Entwicklung von Fußballrobotern liege in der Entwicklung der Intelligenz dieser Spieler, denn diese müssten sich komplett selbständig bewegen. Jeder menschliche Eingriff sei untersagt. Wissenschaftlicher Ansatz der Osnabrücker Arbeitsgruppe sei es, die Roboter diese Fähigkeiten selbständig lernen zu lassen.