Tandberg Data startet in die vierte LTO-Generation

EnterpriseNetzwerkeOpen SourceSoftware

Tandberg Data hat sein erstes Tape-Laufwerk vorgestellt, das auf der vierten Generation der Linear-Tape-Open (LTO)-Technologie basiert.

Das Fullheight Tape-Laufwerk Tandberg LTO-4 FH bietet Speicherkapazitäten von bis zu nativen 800 GB pro Kassette, was etwa 1,6 TByte komprimiert entspricht und Transferraten von nativ 120 MBit/s. Außerdem rückt erstmals auch der Sicherheitsgedanke in den Vordergrund. Die neuen Laufwerke unterstützen Datenverschlüsselung mit dem Standard AES-256 in der Hardwarevariante, das heißt, auf dem Laufwerk selbst. “Andere machen das softwarebasierend, was zusätzliche Tools erfordert”, sagte Marije Stijnen, Marketing Managerin bei Tandberg Data im Gespräch mit silicon.de.

LTO-4 von Tandberg, das auch weniger Energie verbraucht als Vorgängerversionen der Tape-Technik, verfügt über mehrere Schnittstellen, darunter ein Automation/Drive Interface (ADI), SCSI, Serial Attached SCSI (SAS) sowie ein Fibre Channel Host Interface. WORM (Write once read many) ist seit LTO-3 Standard und auch mit der neuen Generation verfügbar. Das Laufwerk wird mit der Software Backup Exec QuickStart Edition von Veritas ausgeliefert und kostet 4140 Euro. Die Verfügbarkeit beginnt sofort. Der große Autoloader von Tandberg, der T40, kommt im nächsten Monat mit LTO-4 auf den Markt.

Die vierte LTO-Generation doppelt den Vorgänger LTO-3 sowohl in Sachen Datendurchsatz als auch bei der Kapazität. Die fünfte Generation, die in etwa in eineinhalb bis zwei Jahren zu erwarten sein wird, soll es komprimiert dann auf Kapazitäten von 3,2 TByte bringen, was wiederum einer Verdoppelung entspricht.

Die Einsatzgebiete für Bänder und Bandbibliotheken sieht Tandberg weniger im Entry-Level-Bereich. “Das Midrange ist die klare Zielgruppe”, sagte Tandberg-Geschäftsführer Frank Roszyk. Zum Thema, Tapes sterben aus, hat er ebenfalls eine klare Meinung. “Was die primären Speicherdienste angeht, sind Tapes keine Alternative mehr zu Platten. Aber im Archiv sind sie nach wie vor die robusteste Variante.”