Softwarepiraten fühlen sich in Deutschland wohl

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Während in anderen Ländern die Zahl der Raubkopien stagniert oder leicht zurückgegangen ist, verwenden sie die Deutschen nach wie vor gerne und häufig.

Weltweit blieb der Anteil von Raubkopien zum dritten Mal in Folge mit 35 Prozent gleich. So lautet ein Ergebnis der jährlichen Pirateriestudie von IDC und BSA (Busienss Software Alliance), die seit 14 Jahren die globale Entwicklung in 102 Ländern untersucht.

In Europa mussten lediglich drei Länder einen Anstieg ihrer Piraterieraten hinnehmen: Deutschland (28 Prozent), Finnland (27 Prozent) und Albanien (77 Prozent) arbeiten gegen den Trend, nach dem allgemein der Anteil raubkopierter Software sinkt. In Osteuropa von 69 auf 68 Prozent und in Westeuropa von 35 auf 34 Prozent.

“Besonders in Osteuropa hat sich gezeigt, dass durch die verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Erweiterung der EU die Piraterieraten gesenkt werden konnten, gleichzeitig aber der Wert der illegal eingesetzten Software stieg”, erklärte Georg Herrnleben, Director Zentral- und Osteuropa der BSA.

Deutschland zählt dennoch zu den Staaten mit verhältnismäßig geringer Piraterierate. In Armenien beispielsweise ist die eingesetzte Software zu 95 Prozent geklaut.