Dell vom US-Bundesstaat New York verklagt

Management

Dell und die Abteilung Dell Financial Services sind vom US-Bundesstaat New York wegen Betrugs verklagt worden.

Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo wirft dem Computerhersteller vor, den Verkauf mit falschen Versprechungen angekurbelt zu haben.

Die Klageschrift beschuldigt Dell der irreführenden Werbung und unlauterer Geschäftspraktiken – wie irreführenden Finanzierungen und nicht eingehaltenen Rabatten, Garantieversprechen und Serviceverträgen. New York beantragte eine einstweilige Verfügung sowie die Zahlung einer nicht spezifizierten Summe als Entschädigung an betroffene Kunden.

Dell bestreite die Klage, sagte Firmensprecher Bob Pearson. “Wir sind zuversichtlich, dass man unsere Geschäftspraktiken als fair und angemessen befinden wird.” Obwohl schon ein unzufriedener Kunde zu viel sei, basiere die Klage nur auf einem sehr kleinen Teil der Verbrauchergeschäfte in New York. “Wir sind dazu verpflichtet, jedem Kunden an jedem Tag eine positive Erfahrung zu bieten”, so Pearson.

Bereits im Dezember hatten die Analysten von Friedman Billings Ramsey (FBR) die Art und Weise kritisiert, in der Dell Garantieansprüche verbucht. Der Hersteller gebrauche eine ungewöhnliche Methode zum Verbuchen der Einnahmen aus Verkäufen von Garantierückläufen sowie der Rücklagen für zukünftige Garantieansprüche, so die Analysten damals.