Vodafone probt das Billig-Handy für Entwicklungsländer

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Der britische Mobilfunkanbieter Vodafone will ein Handy für Entwicklungsländer bauen.

Die aktuellen Diskussionen um das angeblich 100 Dollar billige Laptop sollen allerdings nicht der Auslöser gewesen sein, betonte die Marketing-Abteilung.

Im Gegenteil, der Konzern habe schon lange das große Potential für billige Handys entdeckt, die – massenhaft verkauft – sichere Profite bringen würden. Die Billig-Handys, die am Montag vorgestellt wurden, kosten nur 45 Dollar. Ohne Geschäftsmodelle wie Vertragsbindung liegen die meisten heute verfügbaren Handys im mittleren bis hohen dreistelligen Dollar-Bereich.

Das Angebot soll mit Vodafones jüngstem Engagement in Indien und dem asiatischen Markt zusammenhängen, berichtete das Wall Street Journal. Da die Briten im Februar einen Großteil des indischen Mobilfunkriesen Hutchison Essar zugekauft hatten, müssen sie jetzt auch Angebote liefern.

Die Modelle ‘Vodafone 125’ und ‘Vodafone 225’ sollen nach Konzernplänen im ersten Jahr nach dem Launch immerhin ein bis zwei Millionen Mal abgesetzt werden. Die Handys konkurrieren direkt mit Angeboten von Nokia und Motorola, die bereits Billig-Handys für die sich entwickelnden Märkte bieten und daher einen Vorsprung vor Vodafone haben. Der Verkaufsstart wird in den nächsten Wochen über Viacom in Südafrika stattfinden.