Wo wartet der schönste erste Satz?

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Via Internet können Leser über den ‘schönsten ersten Satz’ in einem Roman abstimmen.

Per Post Einsenden ist nicht. Die Initiative Deutsche Sprache und die Stiftung Lesen wollen von Mai bis September 2007 der ‘Magie’ erster Sätze auf die Spur kommen und haben als Abstimmungshelfer das Internet gewählt. Nun denn.

Mit dem Wettbewerb werden Menschen aller Altersgruppen aufgerufen, den Buchtitel einer deutschsprachigen Autorin oder eines deutschsprachigen Autors  zu nennen, dessen erster Satz sie besonders bezauberte, beeindruckte oder neugierig machte. Eine prominente Jury, darunter die Präsidentin des Goethe-Instituts, Jutta Limbach, die Autoren Thomas Brussig und Paul Maar, die Literaturkritikerin Elke Heidenreich, der Trainer der Herren-Handballnationalmannschaft Heiner Brand und die Journalistin Marietta Slomka, wählen die Sieger aus, die dann am 6. November 2007 in der Alten Oper in Frankfurt am Main ausgezeichnet werden.

Dass es ausschließlich Romane sein dürfen, hat wohl seinen Grund. IT-Handbücher beispielsweise sind da wenig erquicklich, beginnen die doch mit realistisch-nüchternen Sätzen wie ‘Dies ist ein Buch über Linux, einen frei verfügbaren Clone des Unix-Betriebssystems für Personal Computer’ (aus Linux in a Nutshell) oder ‘Diese Taschenreferenz ist eine kompakte und doch ausführliche Liste aller HTML-Tags und Attribute’ (aus HTML kurz&gut).

Der erste Satz aus ‘Harry Potter’-Büchern darf übrigens nicht verwendet werden, wenn auch noch so beliebt. Erlaubt sind nur Werke von deutschsprachigen Schriftstellern. Der letzte Lieblingssatz der Autorin hier stammt aus Walter Moers ‘Die Stadt der träumenden Bücher’: “Hier hört die Geschichte auf.”