Alcatel Lucent folgt dem Trend zur Mobile Security

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Das Thema mobile Security umfasst nicht nur Spam-, Diebstahl- und Virenschutz, sondern auch die Gewähr, dass die mobilen Mitarbeiter die Sicherheitsrichtlinien der Firma einhalten.

Dafür gibt es jetzt neue Lösungen des fusionierten Konzerns Alcatel Lucent. Mit dem ‘OmniAccess 3500 Nonstop Laptop Guardian’ sollen Firmen und auch Netzbetreiber ihre Laptops auf UMTS-Basis kontinuierlich absichern können. Und zwar gegen Diebstahl sowie gegen veraltete Software – das Zauberwort heißt dabei Fernwartung.

Das Sicherheits- und Verwaltungssystem soll die mobilen Rechner sogar lokalisieren können, was den Einsatz mobiler Mitarbeiter erleichtern soll. Im Falle eines Diebstahls könne der Admin die Daten auf dem Gerät per Fernzugriff löschen, teilte der Konzern mit. Dies sei auch dann möglich, wenn der Computer ausgeschaltet ist.

Die Technologie, die komplette Fernwartung und remote Security möglich macht, heißt ‘Evros’ und wurde von Alcatel Lucent Ventures entwickelt, einem internen Inkubator, der vor der Fusion mit den Franzosen die Forschungen und Projekte von Lucent allein umfasste. Die Lösung benötigt allerdings noch Partnerschaften mit Mobilfunkbetreibern. Schließlich ist der Clou daran eine UMTS-Verbindung, die eine Always-on-Kontrolle ermöglicht.

“Bei annähernd 50 Prozent aller neuen PCs in den Unternehmen handelt es sich um Laptops, und 81 Prozent der Unternehmen berichten, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen Laptop mit sensiblen Daten verloren haben”, erklärte  Tom Burns, President Enterprise Solutions von Alcatel-Lucent. Daher würden die Probleme rund um die Fernwartung von Laptops immer akuter. “Laptops sind einfach schwierig zu betreuen und auf den neuesten Sicherheitsstand zu bringen und bei Verlust stellen die mobilen PCs ein Haftungsproblem für die Unternehmen dar.” Dem soll die Lösung entgegenwirken. Sie wird noch in diesem Jahr zuerst in Nordamerika auf den Markt kommen und zusammen mit UMTS-Netzanbindung vertrieben werden. Sie richtet sich also an Serviceprovider.

Die neue Produktfamilie ‘OmniAccess SafeGuard’ richtet sich dagegen an die Unternehmen selbst. Sie verlagert die Security-Funktionen in den Bereich der Zugangskontrolle zum Netz. Die neuen Produkte sollen den Anwenderzugang regeln und den Zugriff auf Anwendungen im Netzwerk beschränken. So seien sowohl entdeckte als auch unentdeckte Angriffe keine Gefahr mehr für Netz und Nutzer, teilte der Konzern mit.

Dabei beschreibe die Lösung bestimmte Verkehrsmuster und identifiziere unerlaubte Zugriffe nach heuristischen Methoden. OmniAccess SafeGuard adressiere damit Anforderungen des IT-Managements, wie etwa Network Admission Control (NAC), Gastzugang, den identitätsbasierten Netzwerkzugang, Malware-Kontrolle und die Einhaltung neuer Vorschriften wie beispielsweise HIPAA, SoX und PCI. Dabei mache die so genannte Overlay-Lösung keine Veränderung der bestehenden Infrastruktur erforderlich. Dennoch erlaube sie Geschwindigkeiten im lokalen Netz von bis zu 10 Gbit/s.