FBI-Undercover-Agent wird selbst zum ID-Dieb

EnterpriseSicherheit

Ein vom FBI beauftragter Undercover-Agent wurde jetzt angeklagt: Er sollte ID-Diebe fangen und wurde dabei selbst einer.

Brett Johnson gab jetzt zu, dass er über einen längeren Zeitraum hinweg Kreditkartendaten und personenbezogene Daten aus dem Web gestohlen hatte. Und zwar so gut, dass er in einschlägigen Kreisen damit berühmt wurde.

Bald kam er mit seinem Web-Namen ‘Gollumfun’ auf die Fahndungsliste des FBI. Aber es war die Behörde selbst, in deren Auftrag er unterwegs war – allerdings nicht um zu stehlen, sondern um sich ins Milieu einzuschleusen und Kriminelle auszuliefern. Insgesamt soll er 2 Millionen Dollar von fremden Konten abgezweigt haben, teilweise zeitgleich mit seiner vom Geheimdienst bezahlten Arbeit als Informant.

Er verdiente aber in den 10 Monaten beim Geheimdienst nur 350 Dollar die Woche, ein Durchschnittsgehalt in den USA. Als echter ID-Dieb stahl er sich, einem US-Pressebericht zufolge, noch einmal etwa 5000 bis 6000 Dollar in der Woche zusammen. Jetzt wurde er wegen besonders schwerem Diebstahl zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten sowie einer Wiedergutmachungs-Zahlung von 300.000 Dollar verurteilt. Er sagte, er wolle sich bessern. Er sagte, es täte ihm  leid. Und er sagte, er wolle nach der Haft als Security-Berater arbeiten und seine kriminellen Energien für das Wohl der Menschen einsetzen.