Hersteller zeigen die ersten drahtlosen USB-Geräte

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Nach Wunsch verschiedener Hersteller soll auch für USB-Geräte jetzt das drahtlose Zeitalter anbrechen. Es fehlen nur noch die passenden Geräte sowie die Zustimmung der Regulierungsbehörden einiger Länder.

Vergangene Woche hat der Hersteller von Connectivity-Produkten Belkin einen ersten kabellosen USB-Hub vorgestellt. Und Lenovo hat bereits ein Notebook auf den Markt gebracht, das Wireless-USB optional unterstützt. Darüber hinaus wird erwartet, dass noch in dieser Woche zahlreiche andere Unternehmen ihre Wireless-USB-Produkte vorstellen. “Es ist an der Zeit für Wireless USB von den Power-Point-Folien in die echte Welt überzugehen”, sagte Jagdish Rebello, Analyst bei dem Marktforscher iSuppli über die aktuelle Situation. Auch Jeff Ravencraft, Chef des USB Implementers Forum, meint, dass sich die Technologie im Laufe der kommenden Jahre in Druckern, Festplatten, Settop-Boxen, Kameras, digitalen Music-Playern und Mobiltelefonen durchsetzen wird. Mehrere Geräte würden bereits für die Vergabe des ‘Certified Wireless USB’-Logos getestet. Es wird erwartet, dass diese Branche von einer Million Wireless-USB-Geräten in diesem Jahr auf 500 Millionen in vier Jahren anwächst.

Damit sich die kabellose Version der universellen Geräte-Verbindungstechnologie USB durchsetzen kann, müssen zwei Bereiche der Industrie zusammenarbeiten. Die Computer-Hersteller müssen Wireless-USB in ihren Computern unterstützen und die Geräte-Hersteller müssen die entsprechenden Gegenstücke dazu in ihre Geräte einbauen. Der Einsatz von Wireless Hubs könnte der Industrie hierbei gute Starthilfe leisten.

Wireless USB arbeitet mit Ultra-Wideband, also der gleichen Übertragungs-Technologie wie Bluetooth 3.0. Dabei werden schwache Kommunikations-Signale durch einen breiten Teil des Frequenzspektrums gesendet. Deshalb muss die Technologie noch regulatorische Barrieren in einigen Ländern überwinden. Außerdem müssen die User lernen, wie sie die einzelnen Verbindungen der Geräte authentifizieren können. “Das sollte nicht so schwer sein, da die Technologie eigentlich sofort betriebsbereit ist”, beruhigt Rajat Aggarwal, Marketing-Chef bei Lenovo, mögliche Zauderer.