EU schlägt europaweiten Standard für Handy-TV vor

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Die Europäische Kommission will den Technikstreit um Handy-TV beenden und hat jetzt die DVB-H-Technik als gemeinsamen Standard für die Mitgliedsstaaten vorgeschlagen.

In Deutschland wird diese Technik seit einiger Zeit erprobt. Europaweit aber konkurrieren die beiden Technologien DMB und DVB-H um die bevorzugte Ausstrahlung. DMB basiert auf dem DAB-Standard, mit dem ursprünglich Radiosendungen digital übertragen werden sollten. Die Vorteile von DVB-H sind, dass diese Technologie weniger Energie verbraucht und mehr Kanäle verspricht.

EU-Medienkommissarin Viviane Reding rechnet mit einem Milliardenmarkt für das Fernsehen auf dem Handy und will ihm bis zur Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen 2008 zum Durchbruch verhelfen. Bis 2011 soll der Markt für Handy-TV einen Wert von bis zu 20 Milliarden Euro haben.

Das Bundeskartellamt hat angekündigt, ein geplantes Betreiberkonsortium der drei Mobilfunkgesellschaften O2, Vodafone und T-Mobile für Handy-TV mittels DVB-H voraussichtlich zu genehmigen. Eine marktbeherrschende Stellung sei nicht zu erwarten. Allerdings befürchtet das Amt, die drei Betreiber könnten später startende Wettbewerber diskriminieren und hat sie daher aufgefordert, ihre Pläne nachzubessern. Vor allem soll sichergestellt werden, dass sich weitere Unternehmen jederzeit der Betreibergesellschaft anschließen können.