Galileo und GPS kooperieren

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USA und Europa wollen künftig bei Satelliten-Ortungssystemen zusammenarbeiten.

Die Systeme GPS (Global Positioning System) und das europäische Galileo-System werden daher die gleiche Frequenz benutzen. Empfangsgeräte können dann die Signale kombinieren und zu präziseren Ergebnissen kommen, heißt es in einer Mitteilung der EU. Zudem wahre die Kooperation “gemeinsame Sicherheitsinteressen”.

Bereits 2004 haben USA und Europa eine Arbeitsgruppe für die Interoperabilität der zwei Systeme beschlossen. Im Rahmen dieser Arbeitsgruppe wurden das L1C-Signal aus GPS und L1F von Galileo auf Multiplexed Binary Offset Carrier (MBOC) hin optimiert.

Künftige Empfangsgeräte mit Support für MBOC können damit Signale aus beiden Systemen verarbeiten. Vor allem in ungünstigen Umgebungen bei denen Interferenzen, Rauschen, Multipath und Geräusche die Positionierung erschweren, sei das für den Anwender von großem Vorteil. Dennoch erstrecke sich die Kooperation lediglich auf die zivile Nutzung der Frequenzen.

Die EU-Kommission hofft durch die Kooperation mit den USA, die Akzeptanz und die Zahl der möglichen kommerziellen Anwendungen des geplanten europäischen Systems erhöhen zu können. Nachdem ein Industrie-Konsortium aus der Finanzierung ausgestiegen ist, wird die EU 2,4 Milliarden Euro aus Steuergeldern für das System aufbringen. Bis 2010 soll Galilieo wie das GPS-System über 30 Satelliten verfügen. Ab 2012 soll Galileo startbereit sein.

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