iPhone-Zulieferer Balda soll aufgespalten werden

Management

Die westfälische Balda AG, die die iPhone-Displays liefert, soll nach dem Willen ausländischer Investoren aufgespalten werden.

Balda soll seine chinesische High-Tech-Tochterfirma TPK ausgliedern und an die US-Börse Nasdaq oder eine vergleichbare asiatische Börse bringen. TPK hat eine wegweisende Technologie für Touchscreens entwickelt und liefert unter anderem die Bildschirme für das iPhone. Als Grund für die geplante Aufspaltung wird der sinkende Kurs der Balda-Aktie genannt.

Die beiden Großaktionäre führen in einem gemeinsamen Brief an den Vorstand aus, Balda sei wegen seines unklaren Erscheinungsbildes an der Börse extrem unterbewertet. Trotz des iPhone-Hypes hat die Balda-Aktie im Juli 30 Prozent an Wert verloren. Die Investoren führen dies auf die wenig profilierte Kombination aus Handyschalen- und Hightech-Display-Produktion im Unternehmen zurück. Handyschalen-Hersteller würden an der Börse nur halb so hoch bewertet wie Touch-Screen-Hersteller, so die Aktionäre. Selbst wenn nur 15 bis 20 Prozent von TPK an die Börse gebracht würden, flössen Balda bis zu 130 Millionen Euro zu.

Die beiden Investoren halten zusammen 15 Prozent der Balda-Titel im Wert von mehr als 60 Millionen Euro. Durch den Kurssturz der Balda-Aktie verloren sie im Juli 20 Millionen Euro. Bisher gibt es von der Balda AG keine offizielle Stellungnahme zu dem Brief.