Datenschutz der Suchanbieter im Vergleich

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Eine Art Preiskampf der Suchmaschinen beim Datenschutz hat zu spürbaren Verbesserungen geführt. Eine Umfrage von CNET sollte klären, wer den Schutz der Privatsphäre am besten umgesetzt hat.

CNET.com hat den fünf größten Suchmaschinen-Unternehmen acht Fragen über ihre Datenschutz-Regeln gestellt. Danach scheint Ask.com die Privatsphäre seiner User am besten zu schützen. Ask.com speichert als einzige befragte Suchmaschine keine einzige Anfrage seiner Anwender. Wie es hieß, betreibe das Unternehmen auch kein Verhaltens-Targeting, um die gezeigte Werbung auf frühere Suchanfragen der User abzustimmen.

Google , so hieß es, führt nach 18 Monaten eine teilweise Anonymisierung der IP-Adressen seiner User durch. Dies sei allerdings noch keine bedeutende Maßnahme für den Datenschutz. Microsoft zeigte sich etwas sorgfältiger, denn laut Microsofts Privatsphären-Stratege Peter Cullen löscht das Unternehmen die Cookies und IP-Adressen der Anwender nach 18 Monaten “dauerhaft und unwiderruflich”. Allerdings betreibt Microsoft Verhaltens-Targeting, während Google hier laut eigenen Angaben keine Aktionen unternimmt.

Insgesamt zeigten sich alle Unternehmen etwas eher bereit, die Privatsphäre ihrer User besser zu schützen. Google, Microsoft und Yahoo sagten bei einer ähnlichen Umfrage im Februar, dass sie “die Daten so lange speichern, wie sie sie nutzen können”.

Welche Suchmaschine im Hinblick auf die Privatsphäre die Beste ist, hängt demzufolge also von den Prioritäten des Anwenders ab. Anwender, die fürchten, dass der Anbieter die Suchbegriffe publiziert, sollten eine Suchmaschine wählen, die Daten früher löscht. Nutzer, die keine Werbung sehen wollen, die aufgrund eines computer-generierten Suchanfragen-Profils gezeigt wird, sollten eine Suchmaschine wählen, die kein Verhaltens-Targeting durchführt, rieten die Autoren der Umfrage.