Sun und IBM basteln eine Betriebssystem-Überraschung

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Die Gerüchteküche brodelt, seit Suns CEO Jonathan Schwartz und IBMs Hardware-Chef Bill Zeitler eine gemeinsame Pressekonferenz ankündigten. Die meisten Fachblätter spekulieren, dass IBM künftig auf Suns Solaris-Unix setzt.

Bis zum Redaktionsschluss lagen keine genauen Angaben vor, doch die Gerüchte verdichteten sich. Noch ist die Spekulation im Rennen, wonach Sun zugunsten von IBMs WebSphere auf seine eigenen Middleware-Produkte verzichtet. Vorne liegt jedoch die Annahme, dass IBM künftig auf x86-Systemen massiv auf Suns Unix-Derivat Solaris setzt.

Sun-Chef Schwartz umwirbt HP, Dell und IBM schon länger, um die Firmen als Vertriebsarm für Solaris auf x86-Systemen zu gewinnen. Nicht ohne Erfolg. Das System erweist sich auf Drittsystemen als erstaunlich populär. So behaupten HP-Vertriebler gerne, sie würden mehr Solaris-Implementierungen auf x86-Maschinen verkaufen als Sun selbst. Tatsächlich bietet HP sogar eigenen Solaris-Support auf seiner Proliant-Rechnerreihe.

So weit ist Big Blue noch nicht. Zwar verkauft auch die IBM Server und vor allem Blades mit Solaris-Bestückung, die Wartung wird aber Sun überlassen. Das könnte sich künftig ändern.

Möglicherweise geht es aber um andere Ankündigungen. So zieht das Online-Magazin The Register auch in Betracht, dass Sun und IBM ein Virtualisierungskonzept ankündigen, das VMware Konkurrenz machen könnte. Oder vielleicht werden Solaris und AIX verschmolzen, oder, oder …