Ex-Brocade-Vorstand im Visier der US-Behörden

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Der frühere Finanzvorstand von Brocade soll das Ausstellen von rückdatierten Aktienoptionen gedeckt haben.

Die Securities and Exchange Commission (SEC) hat gegen Michael Byrd, den Ex-CFO von Brocade, eine Klage wegen Betruges eingereicht. Darin wird Byrd vorgeworfen, von den Vorgängen um die rückdatierten Aktienoptionen bei Brocade gewusst zu haben.

Ein US-Gericht hatte Anfang August Gregory Reyes, den früheren CEO von Brocade, in einem ersten Prozess wegen rückdatierter Aktienoptionen für schuldig befunden. Obwohl Byrd Anhaltspunkte für das Rückdatieren der Optionen hatte, sei er nicht gegen das Fehlverhalten seines CEO vorgegangen, hieß es jetzt von der SEC. Stattdessen soll Byrd die Aktienoptionen wissentlich falsch verbucht und die daraus entstandenen Kosten vor Investoren verheimlicht haben.

Nach Auskunft der US-Börsenaufsicht hat Byrd im Jahr 2001 selbst rückdatierte Aktienoptionen erhalten und diese mit einem falschen Datum gegenüber der SEC offengelegt. Mit der Klage strebt die Börsenaufsicht die Rückzahlung von unrechtmäßigen Gewinnen sowie die Zahlung von Schadenersatz an.