Admins sind im Mittelstand nur die Feuerwehr

Management

Systemadministratoren sind zu oft mit reinen Nacharbeiten nach Eskalationen oder der Verhinderung von Ausfällen eingespannt.

Die gilt insbesondere, wenn sie im Mittelstand Systeme betreuen. Das geht aus einer Studie hervor, die die Marktforschungsfirma Vanson Bourne im Auftrag der IT-Beratungsfirma Connect durchgeführt hatte.

Demnach kennen die Admins im Mittelstand keine Situation, in der sie sich um die neuesten Trends kümmern und in Ruhe prüfen könnten, welche neue Technologie für das Unternehmen geeignet und seine Produktivität erhöht werden könnte. Zu beschäftigt sind sie damit, sich anbahnende negative Ereignisse zu verhindern oder nach einem solchen Ereignis die Systeme wieder zum Laufen zu bringen. Dies ist fatal, weil es im Mittelstand selten einen IT-Manager auf Ebene der Entscheider gibt, sondern der so genannte ‘Sys Admin’ oft den IT-Einkauf, das Anlernen des Personals und regelrechte IT-Schulungen nebenher mit erledigt.

Demnach sagten 37 Prozent der in Großbritannien befragten Admins in KMUs, dass sie sich fast nur mit anstehenden IT-Events auseinandersetzen würden, 32 Prozent gaben an, dass Sicherheit ihr größtes Problem sei. Mit generellen Admin-Problemen wie Log-ins und Passwortfragen beschäftigen sich die IT-Profis im Mittelstand demnach am häufigsten, gefolgt von E-Mail-Problemen, Desktop-Betriebssystemausfällen, Serverausfällen, Differenzen mit dem Internet Service Provider und ähnlichem.

In großen Firmen können sich die IT-Profis zumindest dann und wann für strategische Überlegungen Zeit nehmen und sich informieren. An Mittelständlern gingen die neuesten Trends oft nur deswegen vorbei, weil die Verantwortlichen mit Alltagsfragen zu sehr überlastet sind, so die Studienautoren.