Widerstand gegen Microsofts OOXML

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Microsoft musste bei der Wahl von Open Office XML zum ISO-Standard nun einige Neins und zwei Enthaltung hinnehmen.

So hat sich Australien bei der Wahl der Stimme enthalten. Bei dem Gremium Standards Australia, das den Kontinent bei der International Standards Organisation (ISO) vertritt, konnte man sich nicht auf eine einheitliche Linie einigen. Man wolle jedoch weiter über den Standard aus dem Hause Microsoft beraten und dann ein entsprechendes Votum abgeben.

Neuseeland hat sich mit einem ‘Nein’ gegen den Entwurf von Microsoft gewendet. In den kommenden Tagen wollen die Verantwortlichen dort ihre Beweggründe veröffentlichen. Durch das Nein habe das Land die Möglichkeit, den Entwurf weiter zu kommentieren, der dann für die weiteren Verhandlungen für DIS 29500, wie der Vorschlag heißt, berücksichtigt werden muss. Indien und Brasilien haben offenbar ebenfalls mit Nein gewählt.

Auch Norwegen hat sich zusammen mit einer Liste mit Verbesserungsvorschlägen gegen DIS 29500 ausgesprochen. Wegen vermuteter Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung hat Schweden die Wahl mit einem Ja wieder zurückgenommen und enthält sich nun der Stimme.

Deutschland hat bereits vor dem 2. September, an dem die Frist für die Wahl des Standards abgelaufen ist, sich für die Übernahme von OOXML als ISO-Standard ausgesprochen.

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