Enterprise 2.0 und Grüne IT sind entscheidend für Unternehmen

Management

Gerade hat die Analystenvereinigung IDC sein European ICT Forum 2007 in Berlin beendet. Auf dem Event ging es vorrangig um Enterprise 2.0 und Grüne IT.

Rund 600 Teilnehmer fanden den Weg ins Maritim Hotel in der Stauffenbergstraße. Dort wurden ihnen die Ergebnisse einer neuen Studie über den Einsatz von neuen Technologien  – namentlich besagte Enterprise 2.0 und Green IT – vorgestellt. Laut Studie wächst die Bereitschaft in Europa zunehmend, diese Technologien einzusetzen.

“Immer mehr Technologieanbieter verstehen Grüne IT über die bloßen rechtlichen Verpflichtungen hinaus als Teil ihrer sozialen Verantwortung”, sagte Martin Hingley, Chief Research Officer. “Die Minderung von Stromverbrauch und Kohlendioxid sowie gesellschaftlich vertretbare Lieferketten stehen sehr hoch auf der Agenda. Noch sind es wenige Unternehmen, die bei der Auswahl eines Technologie-Anbieters auf deren definierte soziale Werte (Corporate Social Responsibility, CSR) achten, diese Zahl nimmt aber rasch zu. Wir gehen davon aus, dass diesen Themen schon nächstes Jahr viel mehr Beachtung geschenkt wird.”

Zu Green IT sprach auf der Konferenz auch Klaus Töpfer, ehemaliger deutscher Umweltminister und Executive Director des Umweltschutzprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). Laut Töpfer führen gesetzliche Regelungen zu mehr Umweltbewusstsein bei Unternehmen. Dies sei eine gute Voraussetzung dafür, dass die Grüne IT als Teil der Produktion und der Lieferkette begriffen werde. 

Die beiden Gastredner auf dem European ICT Forum, Don Tapscott, IT-Stratege und Autor, sowie Andrew McAfee, Professor an der Harvard Business School, stimmen den Ergebnissen der IDC-Studie zu. In seiner Rede sagte Don Tapscott voraus, das Web 2.0 Produktionsprozesse verändern wird sowie die Art und Weise, wie Unternehmen Innovationen im Produkt- oder Servicebereich vorantreiben werden. Die neuen sozialen Netze führen zu einer “social production”, so Tapscott. Unternehmen, die diese Technologien einsetzten, würden flexibler und innovativer werden. Das Unternehmen der neuen Generation (Enterprise 2.0) sei nun da, stellte Tapscott abschließend fest. McAfee sieht in Enterprise 2.0 gar einen Wettbewerbsvorteil: “Die mit Enterprise 2.0 verbundenen Techniken helfen Unternehmen eher sich voneinander abzugrenzen, als sie vergleichbarer zu machen.”