Microsoft zwingt Nutzer zum Upgrade

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Microsoft argumentiert einen erzwungenen Upgrade des Windows Live- und MSN-Messengers.

So müssen die Anwender auf die neue Version migrieren, da diese einen Patch für ein Sicherheitsleck enthält, wie Anand Hariharan, Produkt Manager des Windows Live Messengers, in einem Blog erklärte.

Demnach müssten alle Anwender auf die Version 8.1 upgraden. Schon bald, so Anand in seinem Blog, werde das Upgrade automatisiert durchgeführt, damit alle Anwender die sichere Version bekommen. Bis das verpflichtende Update alle User erreichen werde, könnten einige Tage ins Land gehen, heißt es weiter.

“Für einige von Euch mag das unbequem sein, aber um euch zu schützen und die Gesundheit des Netzwerks zu gewährleisten, haben wir uns entschieden, diesen Schritt zu tun”, erklärt Hariharan, der sich im Blog lediglich als Anand vorstellt.

Doch selbst diese salomonischen Worte können die verärgerte Nutzerschaft nicht milde stimmen. In Anschluss an den Blog-Eintrag können Leser ihre Kommentare abgeben. Bei den Reaktionen scheinen jdeoch negative Emotionen zu überwiegen. Einige wollen die Version 7.5 zurück, die ja so nutzerfreundlich gewesen sei, oder fordern eine Petition. Andere sparen auch mit unflätigen Beschimpfungen nicht. Andere kommentieren das Vorgehen Microsofts schlicht mit ‘GRRRRRR’.

Microsoft hatte das Sicherheitsproblem am vergangenen Patch-Day mit dem Bulletin MS07-054 in älteren Versionen bereits behoben. Version 8.1 ist von dem Problem jedoch nicht betroffen. Theoretisch könnten Anwender also ihre Versionen beibehalten und die Patches aufspielen. Damals erklärte Microsoft, dass die Anwender älterer Versionen bei jedem Login auf das Upgrade hingewiesen werden sollten. Nun verfolgt das Unternehmen offenbar andere Pläne und macht den Upgrade zur Pflicht.

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