Tick-Tock: Architektur-Wechsel bei Intel

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Intel will künftig mit dem Modell ‘Tick-Tock’ jährlich die Architekturen der CPUs erneuern.

“Unser Entwicklungsmodell mit jährlichem Wechsel von neuer Prozessor-Architektur und Strukturverkleinerung bei der Fertigung stellt einen vorhersehbaren, effektiven Weg dar, um Produkte auf den Markt zu bringen, die dem Mooreschen Gesetz konsequent entsprechen”, erklärte Patrick Gelsinger, Senior Vice President und General Manager für das Digital Enterprise bei Intel.

Und so präsentierte Intel auf dem Intel Developer Forum in San Francisco neben der USB 3.0 Promoter Group, in der gemeinsam mit HP, NEC, NXP und TI der USB-Standard verbessert werden soll, und Servern mit Solid State Disks, auch zum ersten Mal einen Prozessor, der in 45 Nanometern gefertigt wurde. In der Produktion von vPro-Desktop-Komponenten werde der Hersteller ganz auf Blei verzichten.

Die CPU soll in einem Zwei-Wege-System unterkommen und basiere bereits auf der Prozessor-Architektur ‘Nehalem’. Auf dem Die hat der Hersteller am Gate mehr als 700 Millionen Transistoren untergebracht. Um den Stromverbrauch durch Leckströme zu reduzieren, wird in der kommenden Generation, die ab der zweiten Hälfte 2008 verfügbar sein wird, Hafnium statt Silizium als Isolierschicht verwendet werden.

Nehalem werde auch den Frontside-Bus mit der neuen System-Schnittstelle QuickPath ersetzen. Der Datenaustausch zwischen Prozessor und den System-Komponenten sowie dem Memory sei so um bis zu dreimal leistungsfähiger als mit aktuellen x86-Prozessoren, teilt der Hersteller mit.

Ab 2008 wolle Intel zur Konsolidierung des Ethernets beitragen und die Konvergenz von Netzen vorantreiben, die sowohl Fibre Channel over Ethernet (FCoE) wie auch lokale Netzwerke unterstützen. Der Intel 82598 10-Gigabit-Ethernet-Controller werde mit vollem Support für FCoE ab 2008 erhältlich sein.

Details gab Gelsinger auch über die Technologien ‘QuickAssist’ und ‘Tolapai’ bekannt. QuickAssist solle nicht nur den Stromverbrauch von Servern verringern, sondern auch Funktionen der Datenverschlüsselung sowie Finanzberechnungen beschleunigen. Mit dieser Technologie, die eine Mischung aus Hard- und Software ist, lassen sich Beschleuniger für bestimmte Aufgaben an die Intel-Komponenten in Servern integrieren.

Tolapai hingegen ist ein integrierter Beschleuniger speziell für Kryptografie. Tolapai nutzt unter anderem QuickAssist und ist ein so genanntes System-on-a-Chip, das verschiedene Systemkomponenten in einem Chip zusammenfasst. So könne die IP-Datendurchsatzrate um den Faktor acht gesteigert werden und der Energieverbrauch gegenüber einem Diskreten Bauteil lasse sich um 20 Prozent absenken.

McCreary, Nachfolger der vPro-Prozessortechnologie, werde ab 2008 die Sicherheit auf PCs verbessern. Hier verschlüsselt ein integriertes Trusted Platform Module (TPM) zusammen mit der Hardware-Verschlüsselung Danbury direkt in der Hardware, wodurch die Keys besser gegen unerlaubten Zugriff geschützt sind, als in einer Software-Lösung.

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