Online-Demo – neue Mode unter Aktivisten

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Aus einer schlichten Denial-of-Service-Attacke kann ganz schnell etwas viel größeres werden, wenn diese politisch motiviert ist.

Und so musste sich Dan Lohrmann, Chief Information Security Officer, des US-Staates Michigan in den vergangenen Wochen darüber wundern, warum die Seite Michigan.gov etwas langsamer war als sonst.
 
Über einen Journalisten fand er heraus, dass die Gruppe ‘Electronic Disturbance Theater’ (EDT) für die Wartezeiten verantwortlich war. Die Gruppe rief die Bürger Michigans auf, gegen Einschnitte im Gesundheitswesen zu demonstrieren.

Und zwar auf ganz neue Weise. Auf der Homepage der Aktivisten gab es ein kleines Browser-Plugin zum herunterladen, dass dann der Regierungsseite zusetzte.

“Wenn eine Million Menschen teilgenommen hätten, wäre es im negativen Sinn interessant geworden”, so Lohrmann. Jedoch waren es offenbar viel weniger. Der Verkehr auf der Seite wuchs lediglich um 10 Prozent an, heißt es von Regierungsseite.

Für das EDT ist das virtuelle Sit-in eine Mischung aus zivilem Ungehorsam und Performance Kunst. Aber auch wenn die Online-Staatsgeschäfte durch die Aktion nicht zum erliegen kamen, hat die Gruppe etwas geschafft, nämlich öffentliche Aufmerksamkeit auf ein Problem zu lenken. Auf der Seite wirbt die Gruppe mit weiteren virtuellen Sit-in-Aktionen.

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