Ebay zwingt Händler zu Rückrufaktionen

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Waren, die aus Rückruf-Aktionen von Herstellern stammen, dürfen nicht mehr über Ebay verkauft werden. 

So hat das Online-Auktionshaus nun an alle US-Händler eine Warnung geschickt. Verkäufer, die solche Waren anböten, könnten von Auktionen ausgesperrt werden, zudem könnte Ebay Strafgebühren erheben.

Auch die Käufer, die die Seite besuchen, sollen besonders vorsichtig sein, warnt das Auktionshaus. Vor allem im direkten Gespräch über E-Mail sollten die Käufer Vorsicht walten lassen. Zudem stellt Ebay Links zu Datenbanken bereit, in denen solche zurückgerufenen Güter vermerkt sind.

Den Ausschlag für diese Warnung hat wohl die groß angelegte Rückrufaktion des Spielwarenherstellers Mattel gegeben. So wurde vor einer zu hohen Bleibelastung in der Lackierung von Puppen und anderen Spielwaren und vor verschluckbaren Kleinteilen gewarnt.

Stichproben hätten alleine an einem Tag über 100 Angebote einer Holzeisenbahn ergeben, die aufgrund zu hoher Bleikonzentrationen zurückgerufen worden war. Zudem wurden über 6000 weitere Waren von Mattel angeboten, unter denen auch Produkte waren, die zurückgerufen wurden.

Das Auktionshaus erklärte, dass eine lückenlose Kontrolle der Millionen Artikel, die über das Portal gehandelt würden, nicht möglich sei. Daher setzte Ebay nun auf Sensiblilisierung der Anwender für das Thema. Zudem wolle das Online-Auktionshaus auch mit dem US-Verbraucherschutz zusammenarbeiten. So werde Ebay, wenn es von den Behörden auf eine Übertretung des Verbots hingewiesen wird, das Angebot sofort stornieren.

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