Nokia Siemens Networks verschärft Stellenabbau

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Das Joint Venture von Nokia und Siemens steht offenbar vor einem erneuten Personalabbau.

Der deutsch-finnische Konzern plant nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung voraussichtlich weitere Personaleinsparungen. NSN habe Berater ins Haus geholt, um einen weiteren Stellenabbau vorzubereiten.

Bereits kurz nach der Gründung im April kündigte NSN an, bis zum Jahr 2010 weltweit etwa 9000 der 60.000 Stellen zu streichen. Von dem Abbau sind besonders die Arbeitsbereiche betroffen, in denen es Überschneidungen gibt. Hintergrund ist auch, dass NSN starker Konkurrenz ausgesetzt ist. So haben sich der französische TK-Ausrüster Alcatel und die US-Firma Lucent 2006 zu Alcatel-Lucent zusammengeschlossen. Auch bei Alcatel-Lucent sind Stelleneinsparungen geplant.

Die neuen Ankündigungen, die Sparbemühungen zu verstärken, gründen sich nach dem Zeitungsbericht darauf, dass die Muttergesellschaften Nokia und Siemens unzufrieden mit der Wertentwicklung des noch jungen Unternehmens seien. Inwieweit die deutschen Standorte von den weiteren Einsparungen betroffen sind und wie viele Mitarbeiter involviert sind, ist noch nicht bekannt.

Erst kürzlich wurde publik, dass bis zu 235 NSN-Mitarbeiter aus München und Berlin ab Anfang Dezember zu IBM wechseln sollen. Es werden gesamte Teams überführt, die auch künftig Entwicklungsaktivitäten für NSN ausführen und mit den NSN-Bereichen ‘Program Management’, ‘Product Management’, ‘Architecture’, ‘Technischer Support’ und ‘System Level Testing’ kooperieren sollen. Im Rahmen des Portfolios von IBM Global Engineering Solutions werden diese Teams auch anderen IBM-Kunden Services anbieten.