Papierlose Flugtickets im Aufwind

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Der Check-in per Handy soll Wirklichkeit werden, darauf haben sich die wichtigsten Fluggesellschaften geeinigt.

Die International Air Transport Association (IATA), ein Verband, dem die meisten Fluggesellschaften angehören, hat nun Pläne für einen zweidimensionalen Barcode vorgestellt, über den sich Fluggäste ohne die Hilfe von Papier zu ihren Flügen einchecken können.

Dieser Code wird an das Handy des Fluggastes geschickt. Bei der Zugangskontrolle kann dann dieser Barcode vom Display des Telefons ausgelesen werden. Um an diesem Dienst teilnehmen zu können, müssen sich die Fluggäste mit ihrer Handy-Nummer registrieren. Damit wird Papier für den Prozess des Eincheckens überflüssig.

“Fluggäste wollen den Komfort einer Self-Service-Option in einer papierlosen Umgebung”, so Giovanni Bisignani, CEO von IATA. “Dieser Standard ist ein wichtiger Schritt, um das Papier loszuwerden, das die Prozesse behindert und die Kosten treibt.”

Das Problem solcher Technologien war bislang, dass sie lediglich regionale Verbreitung fanden. Diese Fragmentierung verhinderte, dass der Nutzen der Technik voll ausgeschöpft werden konnte.

So setzt der Standard der IATA auf Aztec, das bereits in Europa im Einsatz ist, auf Datamatrix, welcher vor allem in Nordamerika verwendet wird, sowie den japanischen Code QR. Mit der neuen Entwicklung können alle drei Code-Typen über ein Lesegerät gescannt werden.

Jedoch sei die Entwicklung eines Standard-Codes nur ein Teil der Lösung, erklärte Bisignani. In den nächsten Monaten werden die Mitglieder dieses Standards Prozesse und Guidelines schaffen, die eine weltweite Implementierung erleichtern sollen.
 
Bis 2010 soll es soweit sein, dass alle Boarding-Pässe per Strich-Code dargestellt werden können. ‘Bar Coded Boarding Passes’ (BCBP) sollen jährliche Einsparungen in Höhe von bis zu 500 Millionen Dollar bringen, prognostiziert der Industrieverband. Der Barcode-Standard für Papier existiert bereits seit 2005. Diese Form ermöglicht zum Beispiel den Check-in über das Web.

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