Akamai beschleunigt IP-Anwendungen

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Akamai hat die Services für Web-Application Services ausgeweitet und bietet hier nun auch Dienste für VoIP.

Mit der neuen Version des IP Application Accelerators deckt der US-Hersteller zum ersten Mal alle Unternehmens-Anwendungen ab, die über IP ausgeliefert werden. Bislang konnten über den Akamai-Dienst nur HTTP-basierte Anwendungen beschleunigt werden.

Der Accelerator basiert auf einer Technologie die Akamai ‘SureRoute’ nennt. Diese sucht ständig nach der schnellsten und zuverlässigsten Verbindung vom Ursprungs-Server durch das Web bis hin zur Ausslieferung der Anwendung. Die Technologie ist vergleichbar mit einem Verkehrsüberwachungssystem, das Autos um Staus und Baustellen herum auf dem schnellsten Weg durch die Stadt lotst.

Dieses Verfahren reduziere Latenzzeiten. In IP-basierten Anwendungen, die von einer ständigen Verbindung abhängig sind, könne diese Form der Beschleunigung die größten Vorteile herausspielen. Dabei kann der Service sowohl für Anwendungen genutzt werden, die über die IP-Protokolle SSL (Secure Sockets Layer), IPsec (Internet Protocol Security), UDP (User Datagram Protocol) und Citrix ICA (Independent Computing Architecture) bereitgestellt werden, als auch für solche Applikationen, auf die über ein Virtual Private Network (VPN) zugegriffen wird.

Zu den Anwendungsmöglichkeiten gehören u.a. Client/Server-Applikationen, Internet-Telefonie (VoIP), Live Chats oder auch Administrationsfunktionen wie etwa der sichere Transfer von Dateien. In der Vergangenheit wurden diese Anwendungen häufig durch Internet-typische Mängel in der Performance, der Verfügbarkeit sowie dem Echtzeit-Verhalten beeinträchtigt – verursacht etwa durch verzögerte Antwortzeiten im Bereich der ‘Middle Mile’ oder durch Paketverluste.

Die ineffiziente Auslieferung von Applikationen kann enormen Zeit- und Kostenaufwand für die IT-Spezialisten verursachen, die mit der Optimierung der Anwendungsperformance betraut sind.

“Die fortschreitende globale Ausrichtung der Business-Aktivitäten erfordert von Unternehmen zwangsläufig, dass sie auch die Reichweite ihrer geschäftskritischen Anwendungen ausbauen. Hierzu gehören Anwendungen im Bereich Supply Chain Management, Customer Relationship Management oder Product Lifecycle Management”, so George Hamilton, Director of Enterprise Infrastructure beim Marktforschungsunternehmen Yankee Group.  

Diese Anwendungen müssten ihren über die ganze Welt verstreuten Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden zur Verfügung stehen. “Die Vernetzung von Mitarbeitern mit Kunden beziehungsweise Partnern über eine IP-basierte Anwendung, ohne Installation und Wartung weiterer Clientsoftware, senkt den Administrationsaufwand und auch die Total Cost of Ownership”, erklärt Hamilton.

Im Gegensatz zu den vorherigen Angeboten von Akamai, wo die Anwender für den Zugriff auf Akamais Server-Netz eine Subskriptions-Gebühr bezahlten, muss für den neuen Dienst ein “Gateway-Region”-Server installiert werden, über den dann die Datenpakete verschikt werden.

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