Quelloffener Media-Player nimmt es mit den Großen auf

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Der Player Miro, einst bekannt unter Democracy Player, basiert auf Mozilla und will sich mit proprietären Video-Technologien messen.

Der Open-Source-Media-Player ist für Linux, Windows und Mac OS verfügbar. Neben einem Video- und Media-Player bringt das Projekt auch eine integrierte Inhaltssuche und Inhaltsverwaltung mit.

Noch ist die Welt der Online-Medien mit Flash und mp3 fest in der Hand proprietärer Protokolle und Technologien, das solle sich jedoch mit dem quelloffenen Player bald ändern, hoffen die Entwickler.

Und so hat es das Team rund um das ambitionierte Projekt nicht immer leicht. Über die Code-Basis Mozilla hat sich der Player eine gewisse Unverträglichkeit mit Java-Plugins zugezogen, auch wenn der Spieler diese Technologie kaum nutzt.

Schwierigkeiten bereiten auch quelloffene Video-Codecs. Miro unterstützt Xine oder GStreamer als Playback, und diese Codecs leiden selbst teilweise an Fehlern.

Nun bekommt das Entwickler-Team, das sich hauptsächlich aus freiwilligen Mitarbeitern zusammensetzt, Hilfe. So sollen eigens von der The Participatory Culture Foundation (PCF) gestaltete T-Shirts verkauft werden, um die finanziellen Mittel des Projektes ein wenig aufzustocken, mit denen Entwickler bezahlt werden sollen.

Die PCF glaubt nämlich, dass die Medien von nur einigen wenigen Firmen beherrscht werden – daher haben die Aktivisten eben auch den Versuch unternommen, eine offene Technologie zu etablieren. So haben die beiden Künstler Dan Funterburgh und Jamie Buckmaster ihre Arbeit freiwillig geleistet, weil beide, wie es von der Organisation heißt, an das Projekt glaubten. Das T-Shirt kostet 18 Dollar, davon gehen zwischen 7 und 9 Dollar direkt an das Projekt, der Rest decke die Kosten für die Herstellung.

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