Aruba Networks kontert Motorolas Patentklage

Management

Im Patenstreit mit zwei Tochterunternehmen von Motorola hat Aruba Networks mit einer Gegenklage gekontert und wirft Motorola eine Behinderung des freien Marktes vor.

Die Klage von Aruba richtet sich gegen die Motorola-Gesellschaften Symbol und Wireless Valley Communications. Die beiden Unternehmen sollen Aruba davon abhalten wollen, seine Produkte auf dem amerikanischen Markt zu vertreiben. Zuvor hatte Motorola im August eine Klage gegen Aruba hinsichtlich der Verletzung von vier WLAN-Patenten angestrengt.

Kern von Arubas Gegenklage ist ein Hinweis darauf, dass Symbol schon vor vier Jahren Kenntnis über Arubas Technologie erhalten habe, in der Zeit aber nie eine Patentklage eingereicht wurde. “Symbol weiß, dass Arubas Technologie besser ist und deshalb versuchte Symbol diese Technologie durch eine Übernahme von Aruba zu erwerben. In der ersten Hälfte von 2003 hat Aruba deshalb Symbol weit reichende Einblicke in das Design, den Aufbau und die Testreihen der Produkte gewährt. Obwohl Symbol sehr interessiert war, konnten sich die beiden Parteien letztendlich nicht über die Konditionen der Transaktion einig werden”, heißt es in einer Erklärung von Aruba.

Zu keinem Zeitpunkt habe Symbol erwähnt, die Technologie bereits erfunden zu haben, an der Aruba damals arbeitete. Aruba ist deshalb überzeugt, dass die eigentliche Motivation der Symbol-Klage nicht die Patentrechtsverletzung sei, sondern vielmehr bewirken soll, den starken Konkurrenten Aruba aus dem Rennen zu werfen oder zumindest maßgeblich zu schwächen.

“Manchmal greifen Unternehmen auf richterliche Schritte zurück, wenn sie merken, dass sie Marktanteile verlieren. Durch eine Klage hoffen sie dann, dass die Richter mit ihrem Urteilsspruch das auf dem freien Markt gefällte Urteil außer Kraft setzen. Symbols Klage gegen uns ist genau so ein Fall”, meldete Aruba.