Ein ganzer Strauß IBM-Produkte nur für den Mittelstand

Management

Zur Systems 2007 wartet IBM mit einer Fülle an Produkten, Partnern und Ideen auf.

Der Konzern will die Kunden diesmal mit neuen Ideen anlocken und hat bereits im Vorfeld der Münchner IT-Messe eine Soap-Opera in einem Blog gestartet, die sich mit alltäglichen Szenen rund um Kommunikation und Service-orientierte Architekturen (SOA) beschäftigt.

Hier staunen fiktive Gestalten, wie einfach Lotus geht im Vergleich zu Outlook, schwadronieren, wie cool die Jungs aus der IT-Abteilung sind und stellen nebenbei auf unterhaltsame Weise die dicke Produktpalette vor, die der US-Konzern mit einem Faible für Deutschland mit nach München bringt.

So sollen den Kunden neue Formen des Informationsaustausches und der Zusammenarbeit näher gebracht werden. Ein Lotus-Demopunkt auf der Systems 2007 gibt einen Überblick über die Collaboration- und Kommunikationslösung. Gerade zu Zeiten, da Microsoft – einige Tage vor der Systems – eine eigene Unified-Communications-Strategie vorgestellt hat, will IBM nicht im Schatten stehen. Vor allem vereinfachte Nutzeroberflächen in der neuen Version suchen Freunde.

Für Firmen, die mit ihren Fragen um SOA nicht weiterkommen, stehen IBM-Experten am Stand zu Gesprächen zur Verfügung. Sie sollen vor allem auf mittelständische Firmen zugehen, die noch mit der Investition zögern. Großunternehmen haben aus Sicht der IBM meist schon die Projektphase abgeschlossen. Hier lagern Praxisbeispiele von Referenzkunden, mit denen IBM kleinere Firmen überzeugen will. Der Konzern bringt eine interaktive Demo mit, die zeigen soll wie schnell und einfach SOA eingesetzt werden kann.

Hardwareseitig dürfen die Messebesucher neue Blade-Architekturen begutachten. Die kompakte ‘BladeCenter S’ ist beispielsweise erstmals zu sehen. Wie Axel Schwarz, Marketing System X bei IBM, im Gespräch mit silicon.de am Rande der Messe sagte, müssen die Kunden aber nicht befürchten, dass “ihr” Blade wegen der radikal neuen Leistung und Abmessung verschwinden werde. “Blades beantworten immer zwei Fragen – die nach der benötigten Rechenleistung, und die nach dem zur Verfügung stehenden Raum”, sagte er. “Jedes Blade ist für eine bestimmte Umgebung und Aufgabe zugeschnitten. Was die Kunden brauchen, liefern wir.” Deshalb sei die Blade-Strategie von IBM nichts Kurzlebiges.

Bei einigen Dingen, die das neue Blade (silicon.de berichtete) kann, ist er allerdings skeptisch. “BladeCenter S hat Storage in Form von SAN-Unterstützung an Bord – das ist für kleinere Mittelständler sicherlich interessanter als für Großunternehmen, die ihre Storage-Strategie langfristig planen müssen und ihr Storage aus den verschiedensten Gründen getrennt haben müssen”, sagte er. Für Kleinunternehmen und spezialisierte Firmen und Niederlassungen in Handel und Medizintechnik sei das Blade jedoch ideal – oder beispielsweise für Anfänger im Storage Area Networking (SAN).

Wer nicht gleich ins SAN einsteigen will, bekommt von IBM aber auch Neues zu sehen. Verbesserte Platten- und Bandspeicherlösungen sollen den kleinen und mittelständischen Unternehmen jede Speicheraufgabe erleichtern. Dafür wurden IBMs Plattensysteme ‘System Storage DS3000’ und ‘DS4000’, sowie die Bandspeicher ‘TS2240’ mit mehr Funktionalitäten und höherer Skalierbarkeit ausgestatttet. Die Flaggschiffserie ‘DS8000-Turbo’ verfügt jetzt über die IBM-Funktion ‘FlashCopy SE’, mit der die Kunden einen Schnappschuss ihrer Daten anfertigen können. Das neue ‘Storage Productivity Center’ soll die Admins in die Lage versetzen, alles noch besser zentral steuern zu können. Eine “Kommandobrücke für den Storage-Admin”, so wurde die Lösung auf dem IBM-Stand genannt. Verbesserte Virtualisierungslösungen runden die Speicher-Neuerungen ab, die Big Blue mit nach München gebracht hatte.

Die Abteilung Systems and Technology Group hat Virtualisierungslösungen mitgebracht. IBM legt dabei Wert auf Lösungen, die zertifiziert sind für ‘Built on IBM Express Advantage’ (BoEA). Dazu gehören Hardware, Software, Services und Finanzierungsangebote, die bezüglich Preis, Installation und Handhabung speziell für die Anforderungen kleiner und mittelständischer Unternehmen entwickelt wurden. Das geht nicht ohne Partner, deshalb sind sie auch auf dem Stand dabei und hatten am ersten Messetag bereits die ersten Kundenanfragen zu beantworten.

Der Auftritt zusammen mit 15 Partnern – darunter SAP und Oracle – steht unter dem Motto “Ideas for Innovators – Get Inspired” und soll generell vor allem den Mittelstand adressieren. Der IBM Messestand befindet sich in Halle B2, Stand 228.