Scalcom bringt Breitband in deutsche DSL-Diaspora

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Die Unterversorgung der ländlichen Gemeinden in Deutschland mit schnellen Internetverbindungen per DSL (Digital Subscriber Line) ist selbst in Berlin bekannt, eine neue Lösung kommt aus dem Rheinland.

Die Firma Scalcom will mit Richtfunktechnik dagegen angehen. Schließlich sei die Breitbandtechnik für viele Firmen ein Grund zum Bleiben, was unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit in solch abgelegenen Dörfern habe.

Der Netzwerkdistributor stellt eine neue Lösung vor, die technisch und finanziell tragbar sein soll. Sie basiert auf Richtfunktechnologien und soll die Anbindung unter Berücksichtigung von Sicherheitsstrukturen an Breitband-DSL ermöglichen. Das eröffne auch lokalen Fachhändlern und Providern neue Arbeitsfelder, hieß es aus Leutersdorf am Rhein.

Eine eventuelle Störungsanfälligkeit wurde durch Variieren der Bandbreite vor der Verteilung in die angeschlossenen Ortschaften unterbunden; zusätzlich sei es möglich, die Bandbreite in den angeschlossenen Ortschaften einzelnen Anwendern variabel zuzuordnen. Private und industrielle Nutzung seien so voneinander trennbar. Da das System, im Gegensatz zu proprietären WLAN-Lösungen, im Frequenzbereich von 5,4 GHz arbeitet, entfallen die bekannten Störeffekte herkömmlicher WLAN-Lösungen bei der Verteilung des DSL. Eine wirtschaftliche Amortisierung des Systems ergibt sich bereits bei 25 angeschlossenen Haushalten pro Ort, hieß es.

Der Anbieter zitierte aus dem von der Bundesregierung veröffentlichten Breitbandatlas. Dieser hat deutlich gemacht, dass Deutschland im Hinblick auf die Flächenabdeckung in nicht unerheblichem Umfang weiße Flecken aufweist. Ob diese schnell geschlossen werden, und ob sie überhaupt in den Netzausbauplänen der Telekommunikationsunternehmen Berücksichtigung finden, ist fraglich. Die Deutsche Telekom beispielsweise geht davon aus, dass der DSL-Ausbau in ihrem Netz für das verbleibende Zehntel der noch nicht erschlossenen Haushalte noch einmal die gleiche Investitionssumme erforderlich machen würde, wie die Erschließung der bisherigen 90 Prozent der Haushalte. Zum anderen liegt die fehlende Erschließung der Fläche an technologisch bedingten Restriktionen, die sich aus Reichweiteproblemen der DSL-Technologie ergeben, so der Anbieter.