Siemens EC bringt dem Mittelstand Konvergenz bei

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Das Unternehmen hat seine 15.000 Mitarbeiter auf den Mittelstand angesetzt. Herausgekommen ist dabei eine neue Lösungswelt, die komplexeste Systeme dort einführen soll – natürlich ohne immensen Verwaltungsaufwand.

Albert Weiß, Leiter Produktmanagement bei Siemens EC (Siemens Enterprise Communications) sprach gegenüber silicon.de von einer echten Marktlücke, die sein Unternehmen geschlossen haben will. “Meist haben kleinere Firmen dieselben Probleme wie Großkunden: sie haben einen Wildwuchs der Kommunikationslösungen im Haus, können jedoch aus Gründen der Kosten und der Kräfte nicht jeden technischen Sprung so mitmachen, dass das ganze Unternehmen technisch auf neue Beine gestellt werden kann – hier setzt die neue Produktfamilie ‘HiPath Open Office’ für den Mittelstand an.”

Die Unified-Communications-Komplettlösung für kleine und mittlere Unternehmen wird derzeit auf der Systems 2007 in München einem breiten Publikum vorgestellt. Die Berater auf dem Messestand hatten am ersten Messetag bereits einige “vielversprechende Gespräche” zu verzeichnen, erfuhr silicon.de aus gut informierten Kreisen. Die örtliche Nähe zu den Ständen anderer auf den Mittelstand fokussierter Firmen mag hier geholfen haben.

“Es gibt bereits viele Kommunikationslösungen am Markt, die für 150 Teilnehmer aufwärts ausgelegt sind und alle Funktionen an Bord haben. Im Segment unter 100 Teilnehmern hatten wir selbst bisher auch nichts im Portfolio – doch hier sitzen gute Geschäftsmöglichkeiten”, sagte Weiß. Ein ineffizientes Kommunikationssystem ist schließlich unter Umständen gleichbedeutend mit Zeitverschwendung, verpassten Chancen sowie verärgerten Kunden. Und die Anbindung von Kunden und Mitarbeitern auf dem neuesten Stand kann schnell sehr teuer werden.

Dabei verspricht die neue Lösung Abhilfe, weil sie eine Kommunikationsplattform ist, die neben professioneller Telefonie auch eine integrierte Unified-Communications-Anwendung bietet. Das Produkt soll vor allem mit der Appliance-Architektur punkten, das heißt: Die Applikationen sind vorkonfiguriert. Sie sitzen auf einer leicht zu installierenden Hardware-Plattform, die auf das KMU-Segment zugeschnitten wurde. “Etwa 80 Prozent der Kundeninstallationen können vom Kunden selbst vorgenommen werden, dafür sorgt die grafische Nutzeroberfläche, die Beratung überflüssig macht”, sagte er.

Albert Weiß betonte, dass ein Großteil der weltweit tätigen Unternehmen unter 150 Mitarbeitern habe. “Sie können es sich nicht leisten, innovativ zu sein, da sie nicht so viel Geld in moderne Technik stecken können”, sagte er. Das soll sich jetzt ändern. Die Konzerntochter habe sogar an die alltäglichen Probleme und die IT-Einrichtung der Zielgruppe gedacht. “Im Mittelstand und in Kleinunternehmen herrscht die Kalkulation mit Outlook vor, das hat sich so etabliert – unsere Plattform bindet Outlook per Default an. Darüber hinaus haben wir den offenen Ansatz der Großsysteme der HiPath-Familie auf die kleine Appliance transferiert.” Eine Software mit Präsenzfunktionen und ähnlichem wird auch mitgeliefert. Es sei aber auch über die offenen Schnittstelle möglich, Inhouse-Anwendungen und selbstentwickelte Software einzubinden.

Auch der Gedanke, die Kommunikationswelten in einem gewachsenen Unternehmen zusammenzuführen, sei berücksichtigt worden. Ergänzt wird die Lösung, die auch mobile Anbindungen unterstützt, durch den ‘HiPath Wireless C20 Controller’. Er soll kleinere Firmen mit der Skalierbarkeit und Servicequalität eines WLAN “der Enterprise-Klasse” unterstützen – setzt also den Gedanken fort, dem Mittelstand die Welt der großen Firmen und ihrer Möglichkeiten zu eröffnen. Sie sollen echte Fixed Mobile Convenience (FMC) mit Voice over WLAN aufbauen können, verspricht der Hersteller.

Siemens Enterporise Communications kann auf der Systems in München, Halle B1/Stand 333 auf die Lösungen angesprochen werden.