Neue Vertriebswege in der IT

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Technische Veränderungen machen auch vor Vertriebsmodellen nicht halt, laut Gartner müssten sich in den nächsten fünf Jahren die IT-Abteilungen anpassen.

Ansonsten, so warnen die Marktbeobachter, würden die Fachabteilungen selbst die Initiative ergreifen und ohne die Unterstützung des IT-Departments zur Tat schreiten.

“Traditionelle Methoden in Bezug auf Technologie-Lebenszyklen, bei denen Organisationen Technologie für ihren eigenen Nutzen erwerben, weiterentwickeln, verwalten, optimieren und ausmustern, werden hinsichtlich ihrer Effizienz und Effektivität hinterfragt”, warnt Mark Margevicius, Research Vice President bei Gartner. Damit rückten alternative Modelle für Technolgie und Services ins Rampenlicht.

Bisher sei die Beschaffung in wohlgeordneten Bahnen gelaufen, so Gartner. Die IT hat etwas entwickelt oder gekauft, sei es Hardware oder Software. Die IT-Abteilung installierte diese Technologie, wartete und pflegte sie und entsorgte diese Technologie auch nach einer gewissen Periode wieder.

Modelle wie Outsourcing stellten diese internen Prozesse jedoch gehörig auf den Kopf. So würden immer mehr Prozesse von Externen geleitet, womöglich noch auf einer gemieteten Hardware. Die Funktion der IT-Abteilung gerät daher mehr und mehr in die Rolle, in der das Risiko und die Koordination der verschiedenen Prozesse verwaltet werden.

“Alternative Vertriebs- und Beschaffungs-Methoden beinhalten auch neue Kanäle für die Beschaffung, den Gebrauch und die Bezahlung”, so Margevicius weiter. “In einigen Organisationen beinhalten solche Modelle lediglich Anwender und Geschäftsbereiche, die IT-Abteilung wird dabei übergangen.” Margevicius glaubt zudem nicht, dass es sich dabei lediglich um einen vorübergehenden Trend handelt.

Web-Plattformen, Software-as-a-Service (SaaS) sowie andere Dienste schürten den Hunger nach neuen Methoden und Möglichkeiten. Bereits in den nächsten fünf Jahren werden sich viele dieser neuen Möglichkeiten zum Mainstream etabliert haben. In einigen aggressiv agierenden Unternehmen seien sie bereits heute Usus.

“Moderne Umgebungen ermöglichen einen Grad der Entkoppelung und Modularisierung, die zuvor nicht verfügbar war”, so Claudio DaRold, Vice President bei Gartner. Themen wie Virtualisierung, Web 2.0 und Ubiquitous Computing würden den Trend weiter verstärken. 

Die 14 Modelle lauten wie folgt: Business Process Utilities (BPU), Infrasturkture Utilities (IU), Storage-as-a-Service, Grid Computing, Communication-as-a-Service, Utility Computing, Capacity on Demand, Remote Management Services, SaaS, Web-Plattformen, Community Source, Software Streaming, Software-basierte Appliances (SBA) sowie Userowned Devices. Gartner weist darauf hin, dass bereits einige dieser Vertriebsformen bei einigen Organisationen im Einsatz sind, sie aber dennoch als ‘neue’ Alternativen eingestuft werden.

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