Google kontert mit offener Programmierschnittstelle

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Google hat den Anfang der Woche aufgetauchten Gerüchten über eine offene Programmierschnittstelle für soziale Netzwerke ein Ende bereitet und sein Application Programming Interface (API) OpenSocial vorgestellt.

Mit OpenSocial will Google einen Programmierstandard schaffen, der es Entwicklern ermöglicht, Anwendungen für Social Networks, Blogs oder sonstige Webseiten zu entwickeln, die den OpenSocial-Code unterstützen. Derzeit müssen Entwickler für jede Webseite eine neue Anwendung schreiben, auch wenn die Anwendung jeweils über identische Funktionen verfügt.

Nach Ansicht von Google sei dies das erste API, das für unterschiedliche soziale Netzwerke entwickelt wurde. Damit will der Suchgigant auf der einen Seite neue Entwickler für sich gewinnen, aber auch Facebook, den derzeitigen Platzhirschen für Social Networking, an Offenheit übertreffen.

Neben Sicherheitsbedenken gegenüber den Webanwendungen von Drittanbietern wurde Facebooks API auch deswegen kritisiert, weil sich die dafür geschriebenen Anwendungen nur auf Facebook einsetzen lassen.

Von daher ist es keine Überraschung, dass Facebook derzeit nicht auf der Liste der unterstützen Webseiten steht. OpenSocial-Code akzeptieren derzeit neben Googles Orkut noch LinkedIn, hi5, iLike, Slide, Ning, Friendster und Plaxo.

Ein Google-Sprecher wollte nicht mitteilen, ob Facebook und MySpace auf eine mögliche Teilnahme an OpenSocial angesprochen wurden oder warum die beiden Webseiten nicht zu den Unterstützern gehören.

Ressourcen für Entwickler und Betreiber von Webseiten, die an OpenSocial interessiert sind, bietet Google ab sofort auf einer eigenen Webseite an.