Erste OpenSocial-Anwendung nach 45 Minuten gehackt

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Am Freitag musste die erste Anwendung, die mit Googles Programmierschnittstelle OpenSocial entwickelt worden ist, wegen Sicherheitsproblemen vom Netz genommen werden.

Kurz zuvor hatte Plaxos Vizepräsident John McCrea noch im Firmenblog den Entwicklern von Rockyou für ihre Arbeit gedankt und die Veröffentlichung von Emote als einen Meilenstein bezeichnet.

“Wir haben die Anwendung bis auf weiteres wieder entfernt, da heute ein paar Fehler entdeckt worden sind. Die Unannehmlichkeiten bedauern wird sehr. Wir sind aber noch in einer frühen Phase und ein Auf und Ab ist zu erwarten”, ergänzte McCrea seinen Blog-Eintrag.

Auslöser war ein Bericht eines Entwicklers mit dem Namen “theharmonyguy”, der McCrea darüber informiert hat, dass er in weniger als 45 Minuten einen Fehler in Emote entdeckt habe. Durch den Fehler habe er Zugriff auf das Profil von McCrea erlangt und zum Beweis neue Emoticons in McCreas Profil eingetragen.

Michael Arrington von TechCrunch hat ebenfalls über die Veränderungen seines Profils durch “theharmonyguy” berichtet und mitgeteilt, dass auch die Facebook-Entwicklerplattform von diesem Entwickler kompromittiert worden sein. Die Facebook-Plattform würde die Veränderung eines Nutzerprofils jedoch erschweren, erklärte der Programmierer gegenüber TechCrunch.

Die Veränderung eines Emoticons sei bestimmt kein gefährlicher Eingriff, so “theharmonyguy”, trotzdem warnte er vor schädlicheren Handlungen, sollte Google die Stabilität seiner Plattform nicht verbessern.

Google hatte vergangene Woche seine Entwicklerplattform für soziale Netzwerke vorgestellt und neben Plaxo auch Webseiten wie Xing und MySpace für OpenSocial gewinnen können. Facebook setzt weiterhin auf eine eigene Plattform, die in der Vergangenheit bereits von Sicherheitsexperten als mögliches Risiko eingestuft worden ist.