Online-Magier mit Open-Source-Zauberei

Enterprise

Computer und Suchtechnologien haben den letzten Bereich der sich gegen das Licht der Aufklärung verteidigt erobert: die Magie.

Bewerkstelligt hat das der amerikanische Illusionist und Zauberkünstler Seth Raphael in einer Show. Auf der Bühne befinden sich ein Rechner und der Künstler. Er bittet einen Gast aus dem Publikum auf die Bühne, wo er dem Zuschauern eine Zahl zwischen eins und 10 nennen soll. Anschließend darf der Zuschauer die Suchmaschine Google fragen, um welche Zahl es sich handelt und tatsächlich, haben die Entwickler der Suchtechnolgoie offenbar auch hier nicht geschlafen und auf dem Portal erscheint die richtige Antwort.

Raphael gelobt, dass keinerlei Funkt-Technologien oder Hilfsmittel wie verborgene Mikrofone oder Spracherkennungssoftware zum Einsatz kommen. So hätte seit Jahrhunderten Magier mit ihren Assistenten versucht, geheime Wege der Kommunikation zu erforschen. Für ihn sei eben der Rechner der Assistent.

Daher nennt er sich auch Online-Magier. Für eine Weile hatte sich der ungewöhnliche Künstler auch mit Open-Source-Magie auseinander gesetzt. Und entgegen den Statuten der International Brotherhood of Magicans (IBM) , die neben dem Kürzel wenig mit Technologie am Hut hat, teilt Raphael wissbegierigen Besuchern seiner Show auch mit, wie seine Kunststücke funktionieren.

Neben seiner Karriere als Zauberer studiert der Künstler am Massachusetts Institute of Technolgoie. Seine Abschlussarbeit setzt sich mit den Strategien auseinander, die Magier benutzen, um dem Publikum die Illusion von Zauberei zu vermitteln. Sein Trick mit Google sei letztlich nichts anderes, als eine neue Form der Interaktion mit Computern.

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