Microsoft feuert seinen CIO Scott Stuart fristlos

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Nach nur zwei Jahren im Amt hat Microsoft seinen Chief Information Officer Stuart Scott zum 5. November 2007 entlassen.

Als Begründung gab Microsoft an, Scott habe wichtige Unternehmensrichtlinien verletzt. Art und Umfang des Vergehens wollte das Unternehmen allerdings nicht näher erläutern. “Wir bestätigen, dass Stuart Scott entlassen wurde, nachdem eine Ermittlung hinsichtlich der Verletzung von Unternehmensrichtlinien durchgeführt wurde”, hieß es in einer E-Mail von Microsoft.

Die Entlassung von Scott steht im Gegensatz zu einem seiner letzten öffentlichen Auftritte mit seinem Vorgesetzten Kevin Turner, COO bei Microsoft. Ende Oktober hatte Turner auf einer Konferenz die Erfolge seines CIO gelobt und als Beispiel die Konsolidierung der Unternehmens-IT von 26 auf fünf Rechenzentren genannt.

Scott hatte erst im Juli 2005 bei Microsoft angefangen, nachdem er 17 Jahre lang für General Electric gearbeitet hatte. Das amerikanische CIO-Magazin hatte Scott 2003 zu einem der besten amerikanischen IT-Chefs gekürt.

Bis ein Nachfolger gefunden ist, werden Scotts Aufgaben von den beiden Top-Managern Shahla Aly und Alain Crozier übernommen.

Erst vor einer Woche hat Microsoft sein Global High Tech Summit 2007 abgehalten. Dabei ging es ausführlich um das Zusammenwachsen von IT und Business. Microsoft-Mitarbeiter formulierten Ideen, wie die moderne Firma funktionieren muss, wenn sie zukunftssicher, stabil und erfolgreich Geschäfte machen will. Hat Scott diesen Ideen zu wenig Beachtung geschenkt? Weit aus dem Fenster gehangen hatte sich bei dieser Gelegenheit Tyler Bryson, Abteilungsleiter in der Industry Solutions Organization von . Ist er der Nachfolger von Scott?

Das Schweitzer Magazin Inside-IT hat die in der Blogosphäre kursierenden Gerüchte um die Gründe des Rauswurfes gesammelt. Die “Lieblingsfundstücke” der Redakteure lauten:

1. Scott hat Linux eingesetzt.
2. Scott hat zu wenig Linux eingesetzt, so dass die IT nicht lief.
3. Scott hat genügend Linux eingesetzt, aber es zu wenig gut verheimlicht.