Capgemini will Google Apps statt MS Office

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Der IT-Dienstleister Capgemini hat die erste vollständige Implementierung der Google Apps in einem unternehmenseigenen Kunden- und Service-Center bekannt gegeben.

Nur gut zwei Monate nach dem Bekanntwerden einer entsprechenden Vereinbarung mit Google hat Capgemini 165 Mitarbeiter in Kanada mit der Premier Edition von Google Apps ausgestattet.

Es wird erwartet, dass dies nur der erste Einsatz von Google Apps Premier Edition (GAPE) als Alternative zu den Office-Lösungen von Micosoft, IBM und anderen im Hause Capgemini ist. Das Unternehmen verwendet GAPE in direkter Zusammenarbeit mit einem proprietären Customer-Management-System (CRM).

Nach Angaben von Robert Brillhart, Schulungsleiter der Service-Center von Capgemini, sind die Google Apps bereits seit 6. November im Einsatz. Seitdem habe es keine Ausfallzeiten gegeben und alle Kundenanfragen sowie die zugehörige Kommunikation würden über das System bearbeitet.

Der Erfahrungsbericht von Capgemini dürfte bei Google auf positives Echo stoßen. Der Suchgigant ist bemüht, sich gegen den direkten Vergleich mit Microsofts Office zu wehren und sieht die Google Apps eher als ein Collaboration-Tool an. Trotzdem betrachten weiterhin viele Analysten und auch mögliche Kunden die Google Apps als eine Alternative zu den etablierten Office-Productivity-Produkten.

GAPE setzt sich unter anderem aus der Textverarbeitung Google Docs, einer Tabellenkalkulation, dem E-Mail-Service Gmail und Googles Instand Messenger zusammen. Für eine monatliche Gebühr von 50 Dollar pro Anwender wird GAPE als Software-as-a-Service (SAAS) angeboten und vollständig auf Google-Servern gehostet.