IT-Projekte hinken den Geschäftsanforderungen hinterher

EnterpriseSoftware

Die CEOs konzentrieren sich derzeit weniger darauf, die Kosten zu senken. Vielmehr geht es ihnen darum, neue Geschäftsbereiche zu erschließen.

Diese Strategie der CEOs erfordere eine besondere Beweglichkeit der IT-Abteilungen, heißt es in der Studie ‘IT at the Speed of Business’. Diese wurde von der ‘Intelligence Unit’ der Zeitschrift The Economist in Zusammenarbeit mit HP durchgeführt. Für den Report wurden 1125 IT-Profis in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika befragt.
 
Ein Ergebnis ist, dass der Abstand zwischen den Forderungen der Geschäftsleitung an die IT und der Fähigkeit der IT, diesen Anforderungen zu entsprechen, zunimmt. Die Lücke resultiere nicht nur aus den begrenzten IT-Budgets, hieß es. Sie liege auch in den Strukturen der IT-Abteilungen begründet – in manuellen Prozessen, nur punktuell einsetzbaren Lösungen sowie abgegrenzt arbeitenden Teams. 

Diese Mängel führten dazu, dass viele IT-Projekte zu spät abgeschlossen werden. Auch wenn die Projekte pünktlich fertig seien, erfüllten sie oft nicht die Forderungen der Geschäftsleitung. Da die Geschäftsleitungen gegenwärtig den Druck auf die IT-Abteilungen erhöhten, könnte es in Zukunft zu noch mehr verspäteten Projekten kommen, hieß es.

Nach diesen Angaben wurden in etwa 50 Prozent der Unternehmen mehr als 25 Prozent der IT-Projekte zu spät fertig. Bei 57 Prozent führte lediglich die Hälfte aller IT-Projekte zu positiven geschäftlichen Ergebnissen. Nur 16 Prozent gaben an, dass alle IT-Projekte, die ihre Firma in den vergangenen drei Jahren durchführte, geschäftliche Erfolge zur Folge hatten.

62 Prozent sagten jedoch, dass ein schnelleres Agieren der IT-Abteilung zu einem höheren Gewinn des Unternehmens beitrage. “Die Arbeitsgeschwindigkeit wird für die Vertragserfüllung immer wichtiger”, kommentierte Denis McCauley, Director Global Technology Research der Intelligence Unit. Unternehmen, die IT-Projekte und Service-Bereitsstellung beschleunigen könnten, hätten einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Die IT-Abteilungen versuchten jetzt mit der Automatisierung manueller Prozesse sowie der Integration bislang getrennter ‘funktionaler Silos’ den neuen Anforderungen Herr zu werden. “Automation bedeutet, Fehler und menschliche Eingriffe zu vermeiden”, sagte David Gee, Vice President HP Software.

Zudem gelte es, die gesamte IT an den Vorgaben der Geschäftsleitung auszurichten und für ein breites Verständnis dieser Anforderungen zu sorgen. Das Qualitäts-Management müsse aus der Sicht der Geschäftsprozesse erfolgen. Die Studie kann nach einer Registrierung kostenlos von einer HP-Seite geladen werden